Ich möchte mich für die neue Saison kurz bei euch vorstellen. Ich heiße Sabrina, studiere Germanistik/Politik und wohne im schönen, aber kleinen Heidelberg. Damit ist es auch schon genug des Reallifes. Der größere Teil meines Lebens spielt sich seit einigen Semestern in Debateland ab. Dort bin ich drei Debattierjahre alt, wohne ebenfalls in Heidelberg und sitze im Vorstand der Rederei e.V. Ich habe in dieser Zeit eine Turniersucht entwickelt und engagiere mich zahlungskräftig für die hiesigen Fernbus- und Bahnunternehmen. Von der Entzugsklinik als hoffnungsloser Fall abgestempelt, werde ich mir auch dieses Jahr möglichst keinen Turnierspaß entgehen lassen. Ich hoffe, dass ich dort einige von euch wiedersehen und einige Gesichter neuentdecken werde. Die letztjährigen Statistiken haben gezeigt, dass wir vor allem weibliche Unterstützung gebrauchen können. Deswegen möchte ich im nächsten Jahr insbesondere die zahlreichen Turniere unterstützen, alle anderen mit Twitter und dem Blog auf dem Laufenden zu halten (darauf ein heiliges: „Ich nehme mir vor, mich zu bessern“) und dann steht diese Saison natürlich eine grundlegende Debatte über die Ausrichtung der DDL an. Wir heißen Deutsche, sind aber immer noch die Freie. Unsere Aufgabe wird es nächstes Jahr sein, zu zeigen, dass sich beide Wörter nicht per se ausschließen – aber dazu brauchen wir natürlich auch euch. Daher an dieser Stelle nochmal der Hinweis an alle alten Hasen und frischen Hüpfer: wendet euch gerne mit Kommentaren, Fragen, Antworten und den Lasten des Alltags á la „Was macht man mit den 100 übrig gebliebenen OPD-Jurierbögen, die nach dem Turnier übrig geblieben sind?“ an uns. Wir sind an eurer Meinung und euren Ideen zur DDL interessiert. Zum Glück hatte ich letztes Jahr einen wunderbaren Mitkoordinator, der mir die Prinzipien der DDL ins Herz gesetzt hat und ich hoffe, dass ich sie dieses Jahr weiter würdig vertreten kann. Auf jeden Fall freue ich mich auf die nächste Saison mit Felix und mit euch und hoffe, man sieht sich ganz bald auf den ersten Turnieren!
Seiten
Die Deutschsprachige Debattierliga (DDL) ist der Zusammenschluss dezentral organisierter Debattierturniere im deutschsprachigen Raum zu einem gemeinsamen ganzjährigen Wettbewerb. Gewertet werden die Leistungen von Clubs, Rednern und Juroren.
Sonntag, 27. September 2015
Der Zweite im Bunde: Felix aus Tübingen
Die meisten von Euch werden mich wahrscheinlich zumindesten vom Sehen kennen,
aber für diejenigen, die mich noch nicht kennen lernen konnten: Ich bin Felix,
studiere Medizin und debattiere und engagiere mich nun seit knapp 2 Jahren bei
der Streitkultur Tübingen. Da ich denke, dass die DDL-Koordinatoren
Ansprechpartner für Jeden sein sollten und Sabrina das personifizierte Gute ist,
sehe ich es im kommenden Jahr als meine Aufgabe an, Ansprechpartner für alle hinterlistigen,
bösen und unsympathischen Menschen im VDCH-Land zu sein. Also für Alle, die die
dunkle Seite der Macht bevorzugen.
Kommen wir zum seriösen Teil. Die letzte FDL-Saison war mit 14 Turnieren die
erfolgreichste und größte, die es bisher gegeben hat. Daran möchte ich,
zusammen mit Sabrina, anknüpfen und dafür sorgen, dass insbesondere unter neuem
Namen die Liga weiter auf dem richtigen Weg bleibt. Dazu gehört natürlich auch
zu zeigen, dass Freiheit immer noch groß geschrieben wird. Da die Liga aber aus
den Turnieren der Clubs besteht und wir diese nur koordinieren können, hoffe
ich, dass ihr uns dabei tatkräftig unterstützt. Falls ihr also Anregungen,
Bitten, Ideen oder Fragen habt, zögert nicht, mich auf den Turnieren
anzusprechen oder mir zu schreiben. Ich bin gespannt, wer mich auf die dunkle
Seite der Macht begleitet.
Dienstag, 11. August 2015
Schon vorm Bodden mental im Urlaub?
Ja, es war Boddencup. Und ja es gab Punkte. Und ja, die Saison ist vorbei. Und ja, der Blogpost kommt verspätet. Doch wann wenn nicht nach einer solchen Saison darf ein Berichterstatter erschöpft sein? Wir hatten großartige 14 großartige Turniere! Das waren 3 mehr als letztes Jahr und Ausrufezeichen für die Diversität in der (diesmal leider nur) deutschen Clublandschaft. Aber zurück zum letzten Turnier der Saison! Was erwartete uns? Trotz der vielen vorherigen Turniere hatten die drei Chefjuroren, Tobias Kube, Franziska Städter und Philip Schröder noch frische Themenideen. Gewohnt hochwertig war der Greifswalder Verpflegungsapparat. Was ist besser als ein Warmhaltebox voller Gegrilltem und Mülltonnen voll mit Salat direkt nach Ende der letzten Runde? Auch schön war, dass das Wetter es trotz Sturm am Morgen am Abend ein Boddenbad zulies. Diesmal sogar ohne Mücken! Das zu viele Turnier zu Kopf steigen, zeigte sich daran, dass einige Spaßvögel voll Übermut an Ort und Stelle einen Debattierclub gründeten.
Dass irgendwann Turniermüdigkeit einsetzt, zeigt Mainz, die nach der deutschen Meisterschaft nicht mehr den absoluten Siegerwillen hatten und kein Team nach Greifswald schickten. Aber Greifswald verhielt sich wie die ungefähr Zeitgleich stattfindende Finaletappe der Tour de France und ein richtiger Angriff wurde nicht mehr gefahren. Die Tübinger hätten nur einen Finaleinzug benötigt, entschieden sich aber für Anfängerförderung. Auch die Möglichkeit über einen Mixedteam Sieg der Tübinger oder einen Einzelsieg für Münster zumindest gleich auf mit Mainz zu landen, verhinderte eine Berliner Mauer aus 4 Teams der BDU im Finale. Und nach dem Vergleich mit dem Rad- nun einer mit dem Fußsport: Wie der DFB-Pokal hat der Boddencup seine ganz eigenen Regeln. Hinter den Sieger-20 Punkten gibt es zweimal 4,5 für Aachen und Potsdam und einmal 5 für Münster.
Wer aufgepasst hat wird sich fragen, wie kam der Pokal nach Mainz? Wir hatten das Glück, dass Saskia Höfer ohne ihren Club als Jurorin angereist war und den Pokal mitnehmen konnte. Zurecht wie wir finden, da sie zusamenn mit Alexander Labinsky den einzigen rein Mainzer Turniersieg holte.
Dabei fällt auf: Kein Club hat zweimal ein Turnier gewonnen. 8 Clubs und 5 Mixed Teams gewannen.
In den Top sechs der Tabelle hat sich zwar nichts mehr geändert, aber immerhin haben sich mit Franziska Frese und Pegah Maham noch zwei Frauen in die Top 20 gesprochen. Platz 1 der Rednerliste hat diesmal Konrad Gütschow, der Vorjahres-Zweite inne, während der Sieger der letzten Saison, Lennart Lokstein, auf Platz zwei der Tabelle landete. Die beiden versprachen, nachdem sie sie vergessen (oder geplant?) hatten, die Wandermedaillen in Tübingen auszutauschen. Auf Platz 3 landete Christian Strunck als Erster einer ganzen Reihe starker MainzerInnen (4/5 in den Top 10/20). Wenn wir schon beim gendern sind: Insgesamt haben wir eine Frauenquote von 27% auf Turnieren und 10/25% in den Top 10/20. Meine (wenigen) Damen und (vielen) Herren, das ist leider zuwenig.
Zuletzt vergeben wir noch einige Fleißsternchen und nominelle Preise:
- Die Goldene Socke für die Meisten Turnierteilnahmen geht an Erik Thierolf mit beängstigenden 11 (elf !!!11einseinself), den wir auf dem Boddencup zu unrecht durch anonyme Tabs und Redaktionsfehler unterrepräsentiert hatten.
- Der Amazonenclub der Saison sind Frankfurth und Heidelberg Debating mit einer Frauenquote von 63%
- größtes Turnier: Münster mit 72 Teilnehmern
- meisten Redner in den Top 20: Mainz mit 5
- meiste Redner: BDU und Münster mit jeweils 29 verschiedenen Menschen
- meiste Bepunkte Redner: BDU mit 20 Bepunkteten.
Zuletzt noch ein paar persönliche Worte von Philipp:
1) Liebe Bonner, es tut mir schrecklich leid, dass ich euch keinen Text geschrieben habe. Ihr hattet ein wunderbares Turnier, mit allem was man als Debattierer braucht. Inclusive einer mega Party und billigem Alkohol!
2) Liebes VDCH-Land, es tut mir leid dass ich so oft die Artikel, die ich schreiben sollte, verschleppt habe. Einige von euch haben aber immer wieder interessiert nachgehakt und mir geholfen meine Trägheit zu überwinden.
3) Liebes FDL-Koordinatorenkollegium, es war mir eine Freude mit euch zusammen zu arbeiten.
4) Liebe zukünftige Koordinatoren (insb. aber nicht begrenzt auf Felix und Sabrina), ich zähle drauf, dass ihr mein Niveau haltet, aber schneller abliefert.
5) Mal sehen was die Zukunft bringt. Ich erwarte gespannt welchen Namen mein Hintergrundpöstchen bekommt.
Ganz zuletzt will sich auch Sabrina noch zu Wort melden:
1) So gern ich es versprechen würde, liebe FDL-Clubs, es wird bestimmt wieder ein paar Schubser brauchen, damit alle Artikel zeitnah kommen. Aber wir versprechen, dass wir uns größte Mühe geben werden. Wer weiß, vielleicht ist "auf die Füße-Treten und Druckmachen" Philipps nächste Bestimmung!
2) Lieber Philipp! Ich bin wohl nicht die Einzige, die dich an der vordersten Front der FDL vermissen wird. Wenn jemand den FDL-Geist verinnerlicht hat, dann bist du das und du hast ihn so etabliert, dass bestimmt nicht verloren geht. Es hat bis zum letzten Post gebraucht, aber inzwischen konntest du sogar mir beibringen, wie man eine Exceltabelle richtig liest. Ohne dich wäre die FDL vermutlich nicht so gewachsen und sie ist in den letzten Jahren ziemlich gewachsen. Ich bin sehr froh, dass du uns als Hintergrundmann weiterhin erhalten bleibst!
![]() |
| Nein, hier ändert sich nichts mehr |
Wer aufgepasst hat wird sich fragen, wie kam der Pokal nach Mainz? Wir hatten das Glück, dass Saskia Höfer ohne ihren Club als Jurorin angereist war und den Pokal mitnehmen konnte. Zurecht wie wir finden, da sie zusamenn mit Alexander Labinsky den einzigen rein Mainzer Turniersieg holte.
Dabei fällt auf: Kein Club hat zweimal ein Turnier gewonnen. 8 Clubs und 5 Mixed Teams gewannen.
![]() |
| Nein, die vom letzten Jahr sah anders aus |
In den Top sechs der Tabelle hat sich zwar nichts mehr geändert, aber immerhin haben sich mit Franziska Frese und Pegah Maham noch zwei Frauen in die Top 20 gesprochen. Platz 1 der Rednerliste hat diesmal Konrad Gütschow, der Vorjahres-Zweite inne, während der Sieger der letzten Saison, Lennart Lokstein, auf Platz zwei der Tabelle landete. Die beiden versprachen, nachdem sie sie vergessen (oder geplant?) hatten, die Wandermedaillen in Tübingen auszutauschen. Auf Platz 3 landete Christian Strunck als Erster einer ganzen Reihe starker MainzerInnen (4/5 in den Top 10/20). Wenn wir schon beim gendern sind: Insgesamt haben wir eine Frauenquote von 27% auf Turnieren und 10/25% in den Top 10/20. Meine (wenigen) Damen und (vielen) Herren, das ist leider zuwenig.
Zuletzt vergeben wir noch einige Fleißsternchen und nominelle Preise:
- Die Goldene Socke für die Meisten Turnierteilnahmen geht an Erik Thierolf mit beängstigenden 11 (elf !!!11einseinself), den wir auf dem Boddencup zu unrecht durch anonyme Tabs und Redaktionsfehler unterrepräsentiert hatten.
- Der Amazonenclub der Saison sind Frankfurth und Heidelberg Debating mit einer Frauenquote von 63%
- größtes Turnier: Münster mit 72 Teilnehmern
- meisten Redner in den Top 20: Mainz mit 5
- meiste Redner: BDU und Münster mit jeweils 29 verschiedenen Menschen
- meiste Bepunkte Redner: BDU mit 20 Bepunkteten.
Zuletzt noch ein paar persönliche Worte von Philipp:
1) Liebe Bonner, es tut mir schrecklich leid, dass ich euch keinen Text geschrieben habe. Ihr hattet ein wunderbares Turnier, mit allem was man als Debattierer braucht. Inclusive einer mega Party und billigem Alkohol!
2) Liebes VDCH-Land, es tut mir leid dass ich so oft die Artikel, die ich schreiben sollte, verschleppt habe. Einige von euch haben aber immer wieder interessiert nachgehakt und mir geholfen meine Trägheit zu überwinden.
3) Liebes FDL-Koordinatorenkollegium, es war mir eine Freude mit euch zusammen zu arbeiten.
4) Liebe zukünftige Koordinatoren (insb. aber nicht begrenzt auf Felix und Sabrina), ich zähle drauf, dass ihr mein Niveau haltet, aber schneller abliefert.
5) Mal sehen was die Zukunft bringt. Ich erwarte gespannt welchen Namen mein Hintergrundpöstchen bekommt.
Ganz zuletzt will sich auch Sabrina noch zu Wort melden:
1) So gern ich es versprechen würde, liebe FDL-Clubs, es wird bestimmt wieder ein paar Schubser brauchen, damit alle Artikel zeitnah kommen. Aber wir versprechen, dass wir uns größte Mühe geben werden. Wer weiß, vielleicht ist "auf die Füße-Treten und Druckmachen" Philipps nächste Bestimmung!
2) Lieber Philipp! Ich bin wohl nicht die Einzige, die dich an der vordersten Front der FDL vermissen wird. Wenn jemand den FDL-Geist verinnerlicht hat, dann bist du das und du hast ihn so etabliert, dass bestimmt nicht verloren geht. Es hat bis zum letzten Post gebraucht, aber inzwischen konntest du sogar mir beibringen, wie man eine Exceltabelle richtig liest. Ohne dich wäre die FDL vermutlich nicht so gewachsen und sie ist in den letzten Jahren ziemlich gewachsen. Ich bin sehr froh, dass du uns als Hintergrundmann weiterhin erhalten bleibst!
Samstag, 1. August 2015
Die Debateland-Chroniken Teil 1: Die FDL und ihre Waffen
Es war einmal in Debateland, da gab es ein paar verrückte Menschen, die entschlossen sich, den lieben langen Tag nur zu reden. Und weil sie nicht alleine waren mit ihrer Leidenschaft, wurden sie bald mehr und mehr und überall tauchten neue Redner wie Pilze aus dem Boden auf. Aber umso mehr sie wurden, umso aufmerksamer wurden die Monster der Zivilisation: das Geld und die Bürokratie. Um ihnen gerecht zu werden, gründete man einen gemeinsamen Verein, den VDCH. Das Wachstum war nicht mehr aufzuhalten und man gewöhnte sich langsam sogar daran, mit den Monstern Geschäfte zu machen. Luxus gegen Geld, Bürokratie gegen Legalität. Und so wünschten sich einige einen Ort, an dem die Monster nicht mitsprachen und stattdessen die Freiheit regierte; an dem man Partys feiern, bunte Themen diskutieren und ein jeder mitregieren konnte. Ein solcher Ort wurde gefunden und FDL genannt. Aber da auch hieran immer mehr Menschen Gefallen fanden, konnten sich die Monster Geld und Bürokratie langsam mit einschleichen. Sie klopften nicht an die Tür, sie waren einfach plötzlich da. Und es dauerte gar nicht lange, da wurde man sie nicht mehr gänzlich los. Also suchte man sich einen großen Bruder und fand ihn im VDCH. Von da an wurde die FDL geschützt, unterstützt und angehört.
Doch wie kleine Brüder so sind, lassen sie sich ungern reinquatschen - und selbst wenn sich der große Bruder nicht einmischt, fühlen sie sich doch immer beobachtet.
Liebe FDL-Clubs,
nicht nur in Debateland muss man sich manchmal einen großen Bruder suchen. Auch wir haben das vor einigen Jahren getan und uns dem VDCH angeschlossen. Seitdem sehen manche unsere Selbstbestimmung und Freiheit bedroht. Dagegen haben wir jedoch einige Waffen, die wir jederzeit einsetzen können.
Da sind zum Einen unsere gewählten Koordinatoren. In Debateland wären sie so etwas wie die Stadtverwalter, im realen Leben sind sie insbesondere Ansprechpartner. Wann immer ihr ein Anliegen, Problem, Beschwerde, Wunsch oder etwas anderes auf dem Herzen habt, sind wir für euch erreichbar. Unsere Aufgabe ist dabei nicht, Regelungen für euch zu treffen oder Änderungen zu übernehmen, sondern eure Ideen umzusetzen. Wir sind so etwas wie die Hüter der Prinzipien der FDL: die Freiheit, alles zu tun und die Möglichkeit für jeden, überall teilzunehmen. Dabei versuchen wir natürlich, eure Meinungen weiterzuleiten und die Liga so zu gestalten, dass ihr euch darin wohlfühlt.
Aber ihr könnt auch selbst etwas tun. Wenn euch eine Änderung, beispielsweise auf der VDCH-MV, nicht gefällt, dann habt ihr ein Veto-Recht. Wie funktioniert das? Jeder, der in der letzten Saison ein Turnier ausgerichtet oder daran teilgenommen hat, ist automatisch ein Club der Liga. Auf der MV werden dieses Jahr über verschiedene Änderungen in der FDL abgestimmt. Anschließend werdet ihr zu einer weiteren Abstimmung aufgerufen: dafür oder dagegen. Erst, wenn auch die Mehrheit der FDL-Clubs für die Änderung stimmt, tritt sie in Kraft. Das bedeutet, dass der VDCH nichts bestimmen kann, was wir nicht wollen.
Wir heißen zwar Liga, wir haben Koordinatoren und wir gehören irgendwie dem VDCH an - aber letztendlich bestimmt jeder einzelne Club mit, wie unsere Zukunft aussieht. Mit dem Veto-Recht ausgestattet, ist es unmöglich, uns unsere Freiheit als demokratische Liga nehmen zu wollen. Wir müssen nur anerkennen, dass das Monster Geld (und damit der Wunsch nach Sponsoren) bereits in uns steckt und wir unsere Freiheit, jeden auf jedes Turnier zu lassen, nicht zwingend für andere Ideen aufgeben dürfen.
Freitag, 17. Juli 2015
Harry Potter und die wundersamen Reden
Leider sind
auch die Hauselfen der FDL nicht vor Fehlern geweiht. In den Berechnungen der
letzten Turniere hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen und daher den ein
oder anderen Punkteabstand verzerrt. Wir entschuldigen uns sehr dafür. Nach
Dobbys Vorbild werden wir nicht nur ein schlechtes Gewissen haben, sondern vor
Greifswald auch Nachtschichten einlegen um ein definitiv richtiges Ergebnis vor
dem letzten Turnier der Saison gewährleisten zu können. Das Ende der Saison
wirft seine Schatten voraus und wir sind auf den letzten Metern doch noch
einmal über Ziffern, Zahlen, und die eigenen Füße gestolpert. Beschwerden und
Kummer nehmen wir auf uns.
Wir geloben
nicht nur Besserung, wir möchten auch eine weitere Ankündigung in eigener Sache
machen. Die neuen FDL-Koordinatoren haben sich zusammen gefunden. Alt, neu,
scheinbar unscheinbar – das neue Jahr hat noch gar nicht begonnen und schon
stehen die ersten Entscheidungen dafür an. Jeder FDL-Club sollte seit heute
eine Mail in seinem Postfach haben mit allen wichtigen Namen und Infos und vor
allem der Bitte um Abstimmung.
Aber kommen
wir zurück zum Kern unseres Daseins: der Tabelle! Jetzt am Ende wird es erst
richtig spannend. Wie wird das letzte Turnier aussehen und vor allem: wer darf
sich noch Hoffnungen machen? Die drei ersten Plätze haben sich auf eine
überraschend gleiche Armlänge von 10 Punkten geeinigt. Liebe Tübinger, noch ist
alles drin. Liebe Mainzer, das habt ihr noch nicht sicher in der Tasche. Bei
einem Kopf-an-Kopf-Rennen in Greifswald ginge Mainz zwar mit einem Vorsprung
ins Ziel, aber der finale Endspurt der Tübinger soll nicht zu verachten sein. Beide
Teams haben sich in dieser Saison nichts geschenkt und waren auf jedem Turnier
vertreten. Mainz ist dabei allerdings zweimal leer ausgegangen. Die Unsichtbaren
unserer TopTen sind bisher Potsdam und Göttingen, die mit nur vier Starts (und
6 Teams) auf Platz 6 und 9 landen konnten.
Und was
haben die Einzelredner in unserer Tabelle verhext? Konrad Gütschow hält seinen
ersten Platz auch nach dem letzten Turnier weiter tapfer mit 4 Punkten
Vorsprung. Um ein Streichergebnis zu haben, dass Lennart Lokstein ebenfalls auf
das oberste Treppchen katapultiert, müsste er in Greifswald im Falle einer
Teilnahme mindestens 28 Punkte erreichen und Konrad dürfte nicht besser als
Dritter werden. Man merkt, die Rechenspielchen haben begonnen! Dahinter
dominiert Mainz die Tabelle. Gleich drei von ihnen teilen sich die Ränge 3-5
untereinander auf, unter ihnen auch der Finalteilnehmer aus Heidelberg
Alexander Labinsky. Etwas durchmischter, aber immer noch unter wenigen Clubs
aufgeteilt geht es weiter: bis Platz 11 sind nur 4 Clubs, davon 3 bekennende
OPD-Clubs, vertreten. Unser höchster Neueinsteiger kommt ebenfalls aus dem
Süden. Sascha Schenkenberger schafft den Sprung um 43 Plätze und sammelt in nur
zwei Turnieren genug Punkte, um Platz 15 der FDL erreichen zu können - genau wie Sarah Kempf. An dieser
Stelle ein Aufruf an alle Frauen: in der Top10 hält nur Allison Jones die Fahne
für die weibliche Fraktion weiter hoch. Sabrina konnte sich zwar um einen Platz
verbessern, aber die Frauenquote in den Top10 nicht anheben.
Wir sind
gespannt auf den neuen FDL-Siegerclub,
sowie den ranglistenbesten Redner. Gekürt wird er ganz traditionell in
Greifswald. Man sieht sich bei Sonne, Strand und Meer.
Freitag, 10. Juli 2015
Von Wüstenduellen und pinken Planschbecken - Magdeburg!
Staubtrockene Straßen. Steppenläufer rollen
vorbei. Die Sonne brennt und der Schweiß tropft von der Stirn. Im Salon stößt
man mit eisgekühltem Wasser statt lauwarmem Bier an. Auge in Auge stehen sich
die Kontrahenten gegenüber. Ein Wort gibt das andere, bis einer abdrückt und
trifft. Kaltes Wasser tropft von der Stirn. Jubel. Bei den wüstenähnlichen
Temperaturen am Wochenende in Magdeburg ist jeder Tropfen kühles Nass
willkommen und die Ausrichter haben fleißig vorgesorgt: ein Planschbecken,
Wasserpistolen und Getränke in reichlicher Menge kühlten zwischen den Debatten
die verschwitzten Gemüter. Während sich andere im Freibad räkeln, stritten sich
20 Teams mit 40 Rednern um den Titel der ElbeOpen. Im überraschend kühlen
Verkündungsraum ließen die Chefjuroren Felicitas Höer und Philip Schröder die
Gehirne wieder warm laufen. Es wurde geredet über Aktionen für (oder gegen?)
Flüchtlinge, Organspenden und die Vereinbarkeit von Religion und Militär. Beim
abendlichen Grillen, bei dem die Magdeburger sich nicht zu Schade waren, für
das Wohl der Teilnehmer am Grill zu schwitzen, brachte ein Gewitter endlich die
lang ersehnte und zumindest kurzfristig wirkende Abkühlung. Wem die Hitze
jedoch fehlte, konnte sich beim Social in einem umgebauten Gefängnis zu
Electromusik wieder warm tanzen. Leider reichte der Schauer nicht, um auch beim
Halbfinale und Finale die Gedanken an Wüste, Sand und den Wunsch nach einem
Badesee zu unterdrücken, doch die Teams schlugen sich wacker im Kampf um Viagra
für Frauen und Flüchtlingshilfe in der EU. Am Ende konnte Potsdam den
kühlsten Kopf bewahren und wurde zum Sieger über die Hitze erklärt. Leider verbieten die FDL-Regeln es ihnen die vollen punkte zuzurechnen, da zwei Herzen in Freddy's Brustvschlagen und sein erstes Turnier zufällig für die BDU war. Wer der
König des Planschbeckens wurde, ist leider nicht dokumentiert. Die
FDL-Koordinatoren berichten aus erster Hand von Wasserattacken noch bis kurz
vor Erreichen der Finallocation im Guericke-Haus. Ob es sich dabei um den Kampf
um die Krone oder lediglich lebenserhaltende Maßnahmen handelte, kann nicht
mehr gesagt werden.
Der Kampf um die FDL-Spitze ist dagegen
sehr genau dokumentiert und geht so langsam in die letzten Runden. Es ist
spannend! Wie viele Teams sind noch im Rennen? Und wer hat sich schon
verausgabt?
Tübingen schwächelt in
der Sommerhitze und überlässt die Spitze nun Mainz. Nur 8 Punkte trennen unsere
Spitzenreiter. Das sind in FDL-Kriterien lediglich ein Erster und ein vierter
Platz um den Gleichstand zu erreichen. Münster ist dagegen leider zu seiner
alten Form als Schnecke der Liga zurückgekehrt. Sie sind schon 20 Punkte hinter
dem Spitzenreiter. Da kann sie aber auch ein wenig verweilen; der BDU fehlen 30
Punkte auf das Treppchen. Die Rederei dahinter legt zwar an Tempo zu, muss sich
aber dennoch mit Platz 5 begnügen. Vielleicht hilft ihr der kurze Anreiseweg
zum bald anstehenden Turnier direkt vor ihrer Haustür?
Auch der Kampf um Platz
10 ist neu eröffnet. Jena versucht zwar einen Vorsprung herauszuholen, aber
noch hat Hamburg alle Chancen am Ende des Jahres auch aufgeführt zu werden.
![]() |
| Funfact: Willy hat zwar insgesamt nur etwa halb so viele Punkte geholt wie Lennart, doch die vier besten Turniere reichen für einen Abstand von lediglich 20 Punkten |
Bei den Rednern mischen
wir kräftig durch - ab Platz 3. Nikos Bosse wird vom Podium geschubst und rutscht
ab auf Platz 9. Neuer Bronzegewinner ist Willy Witthaut, dicht gefolgt von
Christian Strunck und Alexander Labinsky, die sich den 4. Platz teilen.
Aufmerksame FDL-Blogleser werden merken: die Tübinger Dominanz auf dem
Treppchen ist gebrochen. Zwar gehören ihnen noch die ersten beiden Plätze, doch
dahinter baut sich mit gleich drei Mainzern eine dicht geschlossene
Verfolgergruppe auf. Es wird mit Spannung erwartet, ob sie sich eher
untereinander die Plätze streitig machen oder gemeinsam das Treppchen erstürmen
wollen.
Wie sieht es am unteren Ende der 20 besten FDL-Redner aus? Zuvor noch gut dabei, rutscht Peter Giertzuch auf den wackeligen 20. Platz ab. Vor ihm steht Robert Pietsch, der mit nur zwei Starts 40 Punkte sammeln konnte. Die meisten Punkte mit den wenigsten Starts hält jedoch Andreas C.Lazar mit 24 Punkten im Schnitt. Insgesamt sind die Top-20-Redner übrigens 80-mal auf den Turnieren zu sehen gewesen; pro Person also ungefähr 4 Turniere. Das lässt sich noch steigern! Um genau zu sein auf sechs: zwei weitere Turniere erwarten uns diese Saison noch.
Wie sieht es am unteren Ende der 20 besten FDL-Redner aus? Zuvor noch gut dabei, rutscht Peter Giertzuch auf den wackeligen 20. Platz ab. Vor ihm steht Robert Pietsch, der mit nur zwei Starts 40 Punkte sammeln konnte. Die meisten Punkte mit den wenigsten Starts hält jedoch Andreas C.Lazar mit 24 Punkten im Schnitt. Insgesamt sind die Top-20-Redner übrigens 80-mal auf den Turnieren zu sehen gewesen; pro Person also ungefähr 4 Turniere. Das lässt sich noch steigern! Um genau zu sein auf sechs: zwei weitere Turniere erwarten uns diese Saison noch.
Zeit, ein kleines Fazit
vor dem Endspurt zu ziehen: Münster hat langsam, aber stetig begonnen. Belohnt
wird das allemal! Ganz vorne jedoch wird es auf einen Kampf zwischen Mainz und
Tübingen hinauslaufen. Die beiden Clubs aus dem Süden werden sich beim
Nordturnier am Ende der Saison beweisen müssen.
Als Redner glänzt Konrad
Gütschow durch stetiges Belegen des ersten Platzes. Aus dem gleichen Club
kommend hält sich Lennart weiter tapfer wenige Punkte dahinter. Aus vielen,
fast punktgleichen Tabs wissen wir: beide können dem anderen die 4 Punkte
Unterschied noch abknöpfen. Dahinter gab und gibt es ein buntes Wechselspiel,
meist in Weiß-rot-Mainz gehalten, immer wieder von anderen Clubs durchzogen.
Die FDL hat dieses Jahr die 12-Turnier-Marke geknackt – das heißt für alle
Redner: vier Turniere werden gewertet. Es kann also noch einiges passieren! Wir
sind gespannt!
Montag, 1. Juni 2015
Spät, aber dafür doppelt soviel
Das Ziel der FDL ist es, neu und innovativ zu sein. Diesmal
gibt es aus Zeitgründen ein Doppel Feature. Wir freuen uns die Punkte aus Jena,
der offenen thüringischen Meisterschaft und vom Brüder Grimm Cup aus Marburg
zusammenzufassen. Leider lassen sich die beiden Turniere nicht über einen Kamm
scheren, denn bemüht sich um eigene individuelle, anspruchsvolle Konzepte.
Jena gehört in die Kategorie „Wenn die Kinder weiterhin so verwöhntet,
dann schlafen die bald nur noch in echten Betten“. Dies fing an mit Müsli zum
Frühstück, einer Käseplatte (!) und Red Bull Sponsoring und endete bei einer angeregneten
Grillparty, einem Frühlingsfeuerwerk und einer Party Location, von der einige
heute noch nicht wissen wie sie von innen aussah. Das könnte aber auch an der
lauen Sommernacht, an davor ausgeschenktem kostenlosen Alkohol und der Fußläufig
erreichbaren besten Pommes Ostdeutschlands gelegen haben.
Marburg hingegen bewies, dass flachste Hierarchien tolle
Turniere im klassischen Marburger Stil organisieren können. Versorgt wurden die
Debattierer mit leckeren, klassisch vegetarischen Speisen (Suppe, Nudeln, Teigdingermitfüllung?)
durch eine Basisbesatzung von gefühlt 5-7 Helferlein ohne übergeordnete
Führungsebene. Die Party fand an der üblichen Location der Nähe des Bahnhofs
statt (kennt ihr nicht? Dann wart ihr noch nie auf einem Marburger Turnier! Und
damit habt ihr viel Gastfreundschaft verpasst!!!)
Insgesamt bedanken wir uns für die wunderschönen Turniere
die die knapp vor der DDM natürlich zum Warmlaufen optimal geeignet waren. Und
kommen jetzt zu neuen(?) Tabelle:
| Funfakt: Wir haben insgesamt 27 Clubs mit Punkten |
| Funfakt: Die Top 20 Redner kommen gerade mal aus 9 Clubs |
Auf den oberen Rängen zeigen sich die Folgen einer langen
OPD - Saison. Der derzeitige top Club stellt die Top 3 Redner, der zweitbeste
Club den Platz 4 gleich dreimal. Direkt dahinter ist Christoph Saß aufgetaucht.
Wer sich wundert, wo der beste Redner der OTM steht, der muss ins Turniertab
gucken. Einmalige Bestleistungen werden mit einem sechsfachen geteilten Platz
25 belohnt. Dort sitzen 5 Einzelleistungen und eine Doppelleistung. Die große
Aktion in der Rednertabelle findet auf den Plätzen 18-25 statt, wo 3
Münsteraner, ein Hamburger, ein Tübinger und der ganze Haufen top the Tabs zwei
Potsdamer mit nur 6 Punkten Abstand belauern.
Ob die FDL als Prognosetool für größere Turniere geeignet
ist, werden wir nach der D DM in Münster berichten können.
Freitag, 24. April 2015
Tübingen gewinnt das HeidelBÄM 2015 – Putin leugnet Einflussnahme
Am vergangenen
Wochenende folgten DebattantInnen aus der ganzen Republik der Einladung
der Rederei
Heidelberg zum zweiten HeidelBÄM. DebattantInnen aus der ganzen Republik?
Nein! Ein kleines Dorf im mittleren Nordosten leistete erbittert Widerstand und
trat nicht an.
Dennoch war es
ein gelungenes, ja wahrhaft spaßiges Turnier. Eine Blitzumfrage bei den
TeilnehmerInnen macht hierfür unter Anderem die kluge Platzierung von
Werbemitteln der Destille Heidelberg verantwortlich.
Das konnte durch unsere Recherchen allerdings im Nachhinein nicht mehr
bestätigt werden. Das angebliche Beweismittel Heidelberger Melonenschnaps konnte schlicht nicht mehr aufgefunden
werden. Wir gehen daher von einem auch ohne berauschende Substanzen
hervorragend organisierten Turnier aus.
Die von der
Chefjury, bestehend aus Willy Witthaut und Nikos Bosse, gesetzten
Vorrundenthemen (VR 1: Sollen alle politischen Ämter (z.B.
Kanzler*in,Bürgermeister*in, Minsterposten) maximal einmal von ein und
derselben Person bekleidet werden dürfen?; VR 2: Sollen armutsgefährdete
Personen nicht an medizinischen, finanziell vergüteten Studien teilnehmen dürfen,
die potentiell gesundheitsschädigend sind?; VR 3: Sollten Betreiber von
Suchmaschinen spezielle Behörden zur psychologischen Unterstützung informieren,
wenn Suchanfragen von Personen auf suizidale Absichten hinweisen?) kamen
insgesamt gut an.
Das Finale zum Thema „Sollte der Westen versuchen,
durch gezielte Undercover-Aktionen wie z.B. Sabotage, inszenierte Skandale,
aktive Unterstützung oppositioneller Gruppen, Veröffentlichung und Weitergabe
vertraulicher Dokumente an die Presse usw., das Regime Putins zu stürzen.“ gewann das Team
„Streitkultur Athene“ in der Opposition gegen die Regierung „Mainz Antoinetta“.
Damit ergibt sich in der Tabelle nunmehr folgendes Bild:
Zum besten Finalredner kürte das Publikum unverständlicher Weise einen wild
herumfuchtelnden, etwas blassen, unnatürlich großen Menschen aus Mainz, der
auch das Vorrunden-Tab anführte, hier aber namentlich – angeblich aus Angst vor
Racheakten Moskauer Agenten – nicht genannt werden möchte.
Neben vielen weiteren Gratulanten und Gratulantinnen beglückwünschte
dem Vernehmen nach auch der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir
Putin, die Sieger aus Tübingen.
Gerüchte, das gesamte Turnier – insbesondere das Finale – sei von Mitgliedern
des russischen Auslandsgeheimdienstes „SWR“ (Служба внешней разведки
Российской Федерации; Sluschba wneschnei
raswedki) unterwandert gewesen, konnten bisher nicht bestätigt werden. Auf
Nachfrage unseres Russlandkorrespondenten Egon Adam Rümmelsberger ließ
der Kreml zunächst mitteilen, es seien keine russischen Einsatzkräfte in
Heidelberg stationiert. Spät am Dienstagabend gab Präsident Putin selbst dann in
einem Live-Interview gegenüber den Kollegen von „Russia Today Deutschland“ (http://www.rtdeutsch.com/) in akzentfreiem Deutsch
an, er habe niemals Agenten nach Heidelberg entsendet. Überhaupt sei der
Vorwurf, der SWR habe versucht, durch gezielte Undercover Aktionen, wie
beispielsweise Sabotage, inszenierte Skandale, aktive Unterstützung der
Opposition im Finale, Veröffentlichungen und Weitergabe vertraulicher Dokumente
an die Presse, usw., den Sieg der Regierung zu verhindern, seien „geradezu
lächerlich“. Falls aber einzelne Mitglieder des SWR sich dazu entschlossen
hätten, ihren wohlverdienten Sommerurlaub im schönen Heidelberg zu verbringen,
so könne er dagegen nichts machen. Russland sei immerhin ein freies Land und
das Lied „Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren" kenne im
russischen Geheimdienstapparat fast jeder noch aus DDR-Zeiten. Dass die
Opposition sich im Finale Durchgesetzt habe, sei nur Recht und billig. Ein
hochqualifiziertes Expertengremium habe schließlich in demokratisch lupenreiner
Weise eine Entscheidung getroffen. Der Westen möge sich doch bitte also an
seine eigenen, viel besungenen Werte halten und diese demokratische
Entscheidung akzeptieren. Zum Ende des Interviews schlug der Präsident aller
Russen auf der Welt noch versöhnliche Töne an: Er habe durch unsere Nachfrage
von der desolaten Situation russischstämmiger deutscher DebattantInnen
überhaupt erst erfahren. Zum Schutze der Minderheit in der deutschen
Debattierszene habe man bereits erste Schritte eingeleitet. Unter anderem solle
schon zur nächsten Deutschen Meisterschaft in Münster ein Hilfskonvoi mit
Blöcken, Stiften, Nahrungsmitteln und Gratisausgaben der russischen
Staatszeitung „время“ (zu
Deutsch: „Die Zeit“) das VDCH-Land erreichen.
Im Westen ergibt sich dagegen nichts Neues:
![]() |
| Wenn sonst nix los ist bewegen die Koordiantoren die Tabelle halt selbst: der Dritte steigt ein, der zweite ist genau Leistungsgleich mit der ersten. |
Abonnieren
Posts
(
Atom
)








