Die Deutschsprachige Debattierliga (DDL) ist der Zusammenschluss dezentral organisierter Debattierturniere im deutschsprachigen Raum zu einem gemeinsamen ganzjährigen Wettbewerb. Gewertet werden die Leistungen von Clubs, Rednern und Juroren.
Das Regelwerk der DDL findet sich hier, Kontaktaufnahme mit den Koordinatoren Leonardo Martinez und Sibylla Jenner ist jederzeit per E-Mail möglich.

Samstag, 1. August 2015

Die Debateland-Chroniken Teil 1: Die FDL und ihre Waffen

Es war einmal in Debateland, da gab es ein paar verrückte Menschen, die entschlossen sich, den lieben langen Tag nur zu reden. Und weil sie nicht alleine waren mit ihrer Leidenschaft, wurden sie bald mehr und mehr und überall tauchten neue Redner wie Pilze aus dem Boden auf. Aber umso mehr sie wurden, umso aufmerksamer wurden die Monster der Zivilisation: das Geld und die Bürokratie. Um ihnen gerecht zu werden, gründete man einen gemeinsamen Verein, den VDCH. Das Wachstum war nicht mehr aufzuhalten und man gewöhnte sich langsam sogar daran, mit den Monstern Geschäfte zu machen. Luxus gegen Geld, Bürokratie gegen Legalität. Und so wünschten sich einige einen Ort, an dem die Monster nicht mitsprachen und stattdessen die Freiheit regierte; an dem man Partys feiern, bunte Themen diskutieren und ein jeder mitregieren konnte. Ein solcher Ort wurde gefunden und FDL genannt. Aber da auch hieran immer mehr Menschen Gefallen fanden, konnten sich die Monster Geld und Bürokratie langsam mit einschleichen. Sie klopften nicht an die Tür, sie waren einfach plötzlich da. Und es dauerte gar nicht lange, da wurde man sie nicht mehr gänzlich los. Also suchte man sich einen großen Bruder und fand ihn im VDCH. Von da an wurde die FDL geschützt, unterstützt und angehört.
Doch wie kleine Brüder so sind, lassen sie sich ungern reinquatschen - und selbst wenn sich der große Bruder nicht einmischt, fühlen sie sich doch immer beobachtet.

Liebe FDL-Clubs,
nicht nur in Debateland muss man sich manchmal einen großen Bruder suchen. Auch wir haben das vor einigen Jahren getan und uns dem VDCH angeschlossen. Seitdem sehen manche unsere Selbstbestimmung und Freiheit bedroht. Dagegen haben wir jedoch einige Waffen, die wir jederzeit einsetzen können.
Da sind zum Einen unsere gewählten Koordinatoren. In Debateland wären sie so etwas wie die Stadtverwalter, im realen Leben sind sie insbesondere Ansprechpartner. Wann immer ihr ein Anliegen, Problem, Beschwerde, Wunsch oder etwas anderes auf dem Herzen habt, sind wir für euch erreichbar. Unsere Aufgabe ist dabei nicht, Regelungen für euch zu treffen oder Änderungen zu übernehmen, sondern eure Ideen umzusetzen. Wir sind so etwas wie die Hüter der Prinzipien der FDL: die Freiheit, alles zu tun und die Möglichkeit für jeden, überall teilzunehmen. Dabei versuchen wir natürlich, eure Meinungen weiterzuleiten und die Liga so zu gestalten, dass ihr euch darin wohlfühlt.
Aber ihr könnt auch selbst etwas tun. Wenn euch eine Änderung, beispielsweise auf der VDCH-MV, nicht gefällt, dann habt ihr ein Veto-Recht. Wie funktioniert das? Jeder, der in der letzten Saison ein Turnier ausgerichtet oder daran teilgenommen hat, ist automatisch ein Club der Liga. Auf der MV werden dieses Jahr über verschiedene Änderungen in der FDL abgestimmt. Anschließend werdet ihr zu einer weiteren Abstimmung aufgerufen: dafür oder dagegen. Erst, wenn auch die Mehrheit der FDL-Clubs für die Änderung stimmt, tritt sie in Kraft. Das bedeutet, dass der VDCH nichts bestimmen kann, was wir nicht wollen.
Wir heißen zwar Liga, wir haben Koordinatoren und wir gehören irgendwie dem VDCH an - aber letztendlich bestimmt jeder einzelne Club mit, wie unsere Zukunft aussieht. Mit dem Veto-Recht ausgestattet, ist es unmöglich, uns unsere Freiheit als demokratische Liga nehmen zu wollen. Wir müssen nur anerkennen, dass das Monster Geld (und damit der Wunsch nach Sponsoren) bereits in uns steckt und wir unsere Freiheit, jeden auf jedes Turnier zu lassen, nicht zwingend für andere Ideen aufgeben dürfen.

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