Die Deutschsprachige Debattierliga (DDL) ist der Zusammenschluss dezentral organisierter Debattierturniere im deutschsprachigen Raum zu einem gemeinsamen ganzjährigen Wettbewerb. Gewertet werden die Leistungen von Clubs, Rednern und Juroren.
Das Regelwerk der DDL findet sich hier, Kontaktaufnahme mit den Koordinatoren Leonardo Martinez und Sibylla Jenner ist jederzeit per E-Mail möglich.

Freitag, 18. Mai 2018

"Niemann kann so gute Turniere organisieren": Die Berliner Hauptstadtdebatten

Hiermit ist die Debattierliga auf dem neuesten Stand und berichtet über die vor kurzem stattgefundenen Hauptstadtdebatten. Habt eine schöne Fahrt nach Jena und viel Vergnügen bei der Lektüre <3

Warum fährt man nach Berlin? Sind das die veganen Döner? Die Parties? Um sich vor Ort über den BER lustig zu machen? Manche fuhren Ende April dorthin, um sich geile BPS-Debatten anzutun! Die Hauptstadtdebatten boten die perfekte Möglichkeit an, für die Debattiermeisterschaft zu trainieren und gegen viele, viiiele Berliner Teams anzutreten. Ganz Berlin (und ein Paar Teams aus anderen Städten) nahmen ihre Jutebeutel, packten sie mit Club Mate voll und machten sich auf dem Weg zur Dorotheenstraße. Ein oder zwei Sachen über verschiedene Themenfelder wollten doch alle lernen:



Worüber wurde debattiert? Ob Politiker während der Amtszeit abgewählt werden sollten, ob Opfer von Geschlechtergewalt ihre Angreifer vermöbeln sollten (als #Hashtag) und auch ob die Evangelische Kirche in Deutschland nicht mehr zeitgemäße Teile der Bibel streichen sollte. Gegen Ende des Tages stand noch zur Debatte, ob Schüler nur noch nach Anstrengung und nicht mehr nach Leistung benotet werden sollten. Euer Coordinador holte sich zwischendurch Eis, womit er eine Welle von Futterneid auslöste. Eine Kommision vom Froyo-Laden bekam er leider nicht.
Nach den vielen erschöpfenden Debatten begaben wir uns zur Bar, wo man Wizard spielen oder den nichtgeschafften Break ertränken konnte (Mit DebaBIER!). Den Abend ließen wir entspannt ausklingen und freuten uns auf ein mitreißendes Halbfinale am nächsten Tag.
Der Sonntag begann kontrovers: Auf dem Frühstückstisch war nicht nur das übliche Brot, Käse und veganer Aufstrich sichtbar; eine Packung Salami wurde gesichtet und sorgte für Aufruhr. Weniger spannend wurde es später nicht, denn kurz danach begannen die Halbfinals. Wäre eine Welt wünschenswert, in der es den sexuellen Trieb nicht gibt? Vielleicht; zumindest konnte euer Coordinador nicht das Gegenteil beweisen und flog zügig vom Halbfinale raus.

Teilnehmer der Hauptstadtdebatten. Nicht abgebildet: die 58 restlichen.

Als einziges Nichtberliner Team schaffte die Rederei den Einzug ins Finale, konnte aber den Gastgeber nicht bei der Fragestellung besiegen, ob man durch elektronische Implantate alle Erinnerungen abspeichern können sollte. Ob die Berliner die Serie “Black Mirror” besser bingewatchen können als der Rest Deutschlands, bleibt ungewiss. Immerhin verbindet uns eines: Bei großartigem Wetter, lass uns in dunkle Seminarräume gehen und gegeneinander debattieren.

(Für die Tabellen dieses Turnieres entschuldige ich mich, da zeigt sich die Technik unkooperativ. Neue werden bald hochgeladen. )


Die Teamtabelle ändert sich wenig, da Berlin die Mehrheit aller Topteams stellte. Dadurch, dass nur das beste Ergebnis pro Club zählt, bleibt die Punkteverteilung überschaubar. Die BDU klettert auf Platz eins, die Rederei wird für den DC Heidelberg langsam unangenehm und Münster sammelt auch einige Punkte; die Platzierung bleibt aber gleich.



"Lässt sich diese Frauenquote verbessern? Nun, wenn sie schon so schlecht bleibt, dann kann ich zumindest mir den ersten Platz holen", sagte Pegah und überholte Lennart Lokstein. Julian Stastny klettert auch einige Plätze hoch; da hat sein Top of the Tab schon was gebracht. Anton Leicht setzt seinen Trend fort und sammelt fleißig Punkte. Denkt daran, es zählen nur die besten drei Ergebnisse, aber bei 12 Turnieren kommt das vierte noch dazu. Noch ist nicht alles gesagt worden, das die Tabelle angeht!

Ich habe am Wochenende in einem Barockschloss über Nashornhorn diskutiert. Und du so?

Weiter geht es mit der DDL-Marathon vor der DDM. Jetzt geht es um die zweite Auflage der Mannheimer Schlossdebatten!

„What ain‘t broken, don‘t fix it“ und „Was der Hit war, kannst du doch mal wiederholen“ (oder so in etwa). Unter dem Motto richtete die Mannheim Debating Union zum zweiten Mal ihre Schlossdebatten aus, dieses Mal mit Samuel, Samuel und Gweke in der Chefjury. Euer Coordinador sprang kurzfristig als Tabmaster ein und sammelte einige Eindrücke des vermutlich entspanntesten Turniers der Saison.

Sehen wir nicht entspannt aus?

Mannheim, diese Stadt mit den komischen Adressen und Seminarräumen in Barocksälen! Der örtliche Debattierclub hat ein einfaches, aber geniales Konzept: Nur drei Vorrunden am Samstag, viiiel Pizza, chillen auf der Wiese, Katerfrühstück am Sonntag und dann Finale. Davon konnten auch dieses Jahr die Teilnehmer nicht genug haben!
Als erstes stellte sich die Frage, ob feministische Bewegungen im Westen eher die Armut von Frauen in Entwicklungsländern bekämpfen sollte. Anschließend ging es darum, ob wir uns für die Gründung eines kurdischen Staates einsetzen sollten. Euer lieber Coordinator, wie jeder gute Klischee-Debattant, abonniert zum Glück The Economist und konnte durchaus mit dem Thema etwas anfangen. Doch der Knaller kam mit der dritten Vorrunde, in der über Nashornhorn aus Nashornfarmen debattiert wurde. Dieses Thema erwischte viele Teams kalt, ermöglichte jedoch viele unterhaltsame Debatten. Das Wort „Nashornhorn“ hörten wir so oft, bis es seine Bedeutung verlor.




Der Tag verlief so entspannt, dass trotz zweierlei Probleme mit dem Tabprogramm, der Tag rechtzeitig abgeschlossen werden konnte. Dass ein prominenter Redner mit falschem Namen im Tab aufgeführt wurde, ist ein böses Gerücht um meinen guten Tabmasternamen zu beschmutzen!

Auf der Wiese mit Bier, Grill und Sonne standen und lagen die Teilnehmer glücklich und ließen sich den Break vorlesen (Eigentlich sind Debattierer recht einfach zu beglücken!). Wer noch wollte, ging abends in den Mannheimer Jungbusch und erschien am nächsten Morgen zum Katerfrühstück. Das Finalthema sorgte dafür, dass alle wach wurden und brachte dem Oppositionsteam aus Göttingen den Sieg. Alles in allem ein Turnier, das keineswegs enttäuschte und Hoffnungen auf eine dritte Auflage machte.



Von dem Turnier profitierten am stärksten die beiden Heidelberger Clubs, die ihren Abstand zur Spitze reduzieren konnten. Die Rederei, die im Finale war, überholt sogar die Mainzer, muss sich aber immer noch anstrengen um den DC Heidelberg zu überholen. Göttingen lässt sich wieder blicken und springt einige Plätze nach vorne; der Sieg kann nicht geschadet haben :) Die drei Clubs an der Spitze waren dieses Wochenende mit ihrer Platzierung ganz zufrieden und beschlossen, dabei zu bleiben.



Johannes Meiborg bleibt zwar auf dem zweiten Platz, aber durch sein Top of the Tab wird er für Lennart Lokstein gefährlich. Nach vorne gerückt ist  Viet Nguyen Hoang und neu in der Tabelle sind Anton Leicht und Tim Reitze (oder war das René?)
Wie es weiter geht erfahrt ihr gleich. Spoiler: Viele Berliner!
(Der Bericht geht online, sobald die Elektronik sich kooperativer zeigt!)

Debattiercrescendo: Was die letzten Turniere brachten

Kurz vor der DDM möchten wir die Debattierliga auf den neuesten Stand bringen und euch Lesematerial für die Fahrt nach Jena geben. Hier der erste Teil: Der Gutenberg-Cup:

Ah, der Gutenberg-Cup, dieses traditionelle Turnier des Absurden wo die Vernunft eher ein Manko ist; wo eventuell Deine-Mudda-Witze oder niedliche Katzenvideos Teil des Themas sein können. Schon seit dem Gutenberg-Cup 2016 dachte ich mir “Ein Mal in meinem Leben muss ich den Gutenberg-Cup chefjurieren”. Als ich angefragt wurde, ob ich zusammen mit The Mighty Thore den diesjährigen chefjurieren möchte, freute ich mich enorm. Die Zusammenarbeit mit Thore war unglaublich produktiv; wie unsere Casefiles es beweisen:

Abbildung 1: Unsere tollen Casefiles

Nun, auch ohne Casefiles kann man sehr produktiv sein. Die Arbeit war aber alles andere als einfach. Schon die Frage, was eigentlich eine Spaßdebatte ist, war schwer zu beantworten, geschweige denn ihre Bewertung im OPD-Schema. Wir beschlossen, dass eine Spaßdebatte nicht zwanghaft humorös sein muss, sondern dass sie einen hohen hohen Unterhaltungswert haben sollte. Dadurch, so hofften wir, würden Leute sich weniger dem Druck ausgesetzt fühlen, dass sie auf Knopfdruck witzig sein müssen.
Aber was für Themen eignen sich für eine Spaßdebatte? Die Debatten haben inhärent keinen vorhersehbaren Ablauf. Viele Themen sind witzig beim Stellen, aber nicht beim Debattieren. Themen, die alleine auf absurden Anträgen basieren, können die Opposition in einen “Langweiler”-Case drängen. Um euch die Geschichte nicht zu lang zu machen: Ich glaube wir haben es schon ganz okay gemacht ;-)

In der ersten Runde wurde das Harry-Potter-Universum zynisch auseinandergenommen und durchanalysiert. Es war auch von langen, dicken, harten Zauberstäben die Rede; wie Teenager den ganzen Sommer über nur mit ihren prächtigen Zauberstäben herumspielen bis sie Funken erzeugen. Aber das ist gut, denn dann haben sie keine Zeit um an Sex zu denken!
Runde zwei brachte eine Debatte über den inneren Konflikt Disneys: Wollen sie Leute glücklich machen, oder möglichst viel Geld verdienen? Geht die Welt unter, wenn Star Wars nicht mehr US-amerikanisch ist? Was, wenn wir eine Mauer um Disneyland bauen und die Amis dafür zahlen lassen?
Die dritte Runde brachte deutlich meer witze. Das war schon ziemlich spritzig. Ich glaube, alle waren ziemlich blau. Teilweise war es eine eiskalte Debatte über Sozialismus, Kapitalismus und die unsichtbare Flosse, die den Fischmarkt lenkt. Teilweise ging es um Fisch-Sex. Es wurde über Blasenbildung gesprochen, die Philosophen Artur Schuppenhauer und Karpf Marx, wie diese die Seevietunion beeinflusst haben und wie das Reichtum der reichen Fische zu den tieferen Schichten runtertröpfelt und den demokratischen Fischkurs beeinflusst. Man konnte gegen den Strom schwimmen oder für eine optimale Schuppenallokation plädieren. Eine solche Welle von maritimen Wortwitzen war zu 90% der Grund gewesen, weshalb ich das Thema stellen wollte.
Der Tag brachte drei entpannte Vorrunden, ein Pubquiz mit Thore selbst und die Party mit DJ Witthaut. Selbst für ein Paar Runden Schach zwischendurch gab es Zeit!

Doch am nächsten Tag sollte es weitergehen: Im Halbfinale stritten Teams über die eigentlichen Aufgaben von Geheimagenten und ob sie alle Bond Girls abschleppen dürfen als Teil ihres Jobs. Am Ende standen sich im Finale das Team aus Münster und der Rederei gegenüber. Der Streit drehte sich um die Frage, ob man Menschen, die einem Filme spoilern, verklagen dürfen sollte. Teilweise ging es um den Mord an Albus Dumbledore (oder war es aktive Sterbehilfe?), teilweise um die Bibel (Spoiler: Jesus stirbt. Spoiler 2: Er steht wieder auf!). Das Finale war hochgradig clever und witzig und selbst der Hauptjuror sagte, dies sei in seinen sechs erlebten Gutenberg-Cup-Finals das schönste gewesen.


Was erzählt uns die Tabelle? Nun, Tübingen und Münster rücken wieder nach vorne und kämpfen gegen Berlin um das Gold. Der DC Heidelberg wird damit wieder vom Treppchen geworfen, ist aber noch nicht aus dem Rennen. Der Abstand zu den hinteren Plätzen vergößert sich; noch ist nicht alles in Stein gemeißelt, aber bevor Mainz oder die Rederei über einen Ligasieg reden, werden sie Formulierungen brauchen wie "Wir müssen drei Turniere gewinnen und hoffen, dass Tübingen kein Team schickt"


Was tun die Redende? Christoph Saß lässt grüßen, und schnappt sich den dritten Platz auf Kosten von Pegah Maham. Im Trend sind auch Jakobus Jaspersen mit seinem Top of the Tab und auch, äh... Sven klettert viele Plätze hoch. Gleich sehen wir, wie sich alles weiter entwickelt.

Montag, 26. März 2018

Blogkultur DDL: Jakobus Jaspersen über den Streitkultur-Cup

Frühlingserwachen, Blogerwachen: Der DDL-Blog ist zurück, dieses Mal mit einem Beitrag von unserem wertvollen Spion Jakobus Jaspersen. Enjoy!

Am 20. Januar zwang die Streitkultur Tübingen wie jedes Jahr unschuldige Debattanten und Debattantinnen dazu, ohne Notizen und Pult zu reden. Trotz (oder wegen) dieser Drohung strömten zahlreiche Menschen zum Streitkultur-Cup. Traurigerweise hatten sich Wind, Wetter und die deutsche Bahn an dem Wochenende gegen das Debattieren verschworen, sodass einigen Menschen der Weg nicht möglich war. Und auch wenn wir diese Menschen sehr vermisst haben, so trösteten wir uns damit, dass wir ihre Essensrationen unter uns aufteilten. Doch die meisten von uns gehen auf Debattierturnier ja nicht wegen des Essens, sondern wegen der Debatten und diese enttäuschten nicht.
Der Streitkultur-Cup bewies erneut, dass die aufgrund fehlender Notizen hinzunehmenden Einbußen an inhaltlicher Kleinteiligkeit mehr als wettgemacht werden durch großartige Auftritte. Einige Rednerinnen und Redner blühten geradezu auf ohne die Ketten, welche von einem Pult üblicherweise ihrem Bewegungsdrang auferlegt werden.
Nach drei anspruchsvollen Vorrunden, welche uns in die Tiefen juristischer und politischer Fragen führten, setzen sich recht deutlich die Breitkultur Amsterdam und die Gleitkultur Vaseline durch. (Die Teamnamen wie auch alle anderen auf dem SK-CUP waren wahlweise liebevolle Anlehnungen oder weniger liebevolle Parodien auf die Streitkultur. Lob, Kommentare und wüste Beschimpfungen diesbezüglich werden von der Streitkultur gerne an die Initiatoren dieser Aktion weitergeleitet.)
Die beiden Finalteams bewiesen im Finale, dass sie zu Recht in diesem standen und lieferten eine großartige Vorstellung ab. Die Leistungen der Einzelrednern und Rednerinnen standen dabei kaum einander nach, doch mit einer etwas besseren Teamleistung konnte sich letztendlich die Breitkultur Amsterdam durchsetzen.


Im Finale gab es jede Menge Jungspunde und Dinosaurier!

Danach ging es zur Party – zumindest für die, welche sich nicht wie ein paar Schlappnasen gleich auf den Heimweg machten. Ich habe später gehört, dass es ein angenehmer Abschluss für ein wie immer tolles Turnier war.



Huh, was haben wir den da? Münster wird vom Treppchen gestürzt und es klettert der DC Heidelberg hoch! Mainz rast an der Rederei vorbei und St. Gallen schafft einen riesigen Sprung (Ha! Wo ist euer "Sven" jetzt, Tübingen?)
Auf der Spitze tut sich scheinbar nichts, aber es täuscht. Der Abstand zwischen Tübingen und Berlin reduziert sich. Na, ma schaun was die Zukunft bringt (Spoiler: Münster hat den GBC gewonnen)


Die Einzelrednertabelle bleibt träge. Zwar überholt Jan Ehlert seinen Clubkameraden Konrad, aber die ersten vier Plätze bleiben unverändert. Bedenkt, dass erstmal nur die besten drei Ergebnisee zählen. Noch geht was, aber es wird schwieriger sich hochzukämpfen!

Der Bericht über den Gutenberg-Cup posten wir bald, versprochen. Au revoir!

Freitag, 19. Januar 2018

13 Gründe, ein DDL-Turnier auszurichten: Punkt 10 wird dich überraschen!

„Was ist denn diese Deutschsprachige Debattierliga? Ist das schon wieder etwas, das ich nicht kenne?“, wurde ich neulich von einer Freundin in einem etwas mitleidserregenden Ton gefragt. Wenn es dir auch so geht, dann nicht verzagen: Dieser Artikel erklärt es dir.

Also holt euch ein Heißgetränk eurer Wahl, macht es euch vor eurem Kamin bequem und lasst mich euch von der legendenumwobenen Deutschsprachigen Debattierliga erzählen. Die Deutschsprachige Debattierliga ist der Zusammenschluss von Debattierclubs aus dem ganzen deutschsprachigen Bereich zu etwas größeren als sich selbst: nämlich zu einer Liga. Die Überlegung ist, jedem Debattierclub eine Chance zu geben, Teil der VDCH Community zu werden. Wir wollen, dass jeder noch so kleine und neue Club die Chance darauf hat, Teil unserer wunderbaren streitsüchtigen Kuschelsekte zu werden. 

Wie machen wir das? 
Denkt euch folgendes Szenario: Ihr seid der Vorstand aus einem neuen und kleineren Debattierclub. Ihr hattet einen wunderschönen Traum. Viele spannende und liebe Menschen haben euch besucht und haben sich mit guter Laune über spannende Themen unterhalten.
Wir, die DDL, wollen eure Träume Realität werden lassen! Denn Turniere sind nichts anderes als eine Versammlung von tollen Menschen, die sich einvernehmlich streiten.

Um das zu ermöglichen, haben sich die vielen Gründer, der damals noch Freien Deutschsprachigen Debattierliga, vor fast 10 Jahren das Liga-Konzept überlegt: Jeder Club, der mitmachen möchte, kann ein Turnier ausrichten zu dem wiederum alle anderen Clubs automatisch eingeladen werden. Die dort antretenden Teams können Punkte für ihren Club sammeln und die einzelnen Redner*innen können Punkte für sich sammeln. Am Ende der Saison gibt es einen Wanderpokal (soooo einen großen, denn jeder weiß, dass es nur um die Größe von Pokalen geht) für den Club mit den meisten Punkten und eine Medaille für den besten Redner oder Rednerin. Die Koordinatoren (dieses Jahr Leo und Sibylla) überprüfen dabei, dass die Termine nicht clashen und sammeln eure Punkte (in einer großen Excel-Tabelle).
Auf jedes DDL-Turnier entsenden wir einen Spion, der sich Notizen auf ein Klemmbrett macht und dann einen liebevollen Bericht darüber schreibt. Den Bericht posten wir in den Blog und alle können sich darüber freuen, wie schön die Münsteraner Pullis waren. (Beweisfoto siehe Punkt 3)

Das heißt, jeder noch sooo neue Club kann ein Turnier ausrichten und auf einen Schlag ganz viele neue Freunde machen. Denn dadurch, dass wir die Dinge öffentlich ankündigen, kommen auch Debattierer aus ganz Deutschland. Sie reisen sogar von Tübingen nach Hamburg und andersrum! Auf eurem Turnier werden also auf jeden Fall genug wunderbare Menschen versammelt sein. 

Ok Leo, das klingt ganz witzig, aber wir sind nur ein ganz kleiner Club. Wir haben gar kein Geld für ein Turnier!

Auch hier bietet die DDL eine Lösung, denn es gibt die wunderbare Deutschsprachige Debattiergesellschaft. Jedes einzelne DDL-Turnier wird mit 100€ gesponsert und ihr müsst nichts dafür tun außer Belege einzureichen. Pretty sweet deal, right? Das heißt, ihr habt 100€ + die Teilnehmerbeiträge. Damit kann man schon eine ganze Menge machen! Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die meisten Unis ihre Räume gratis oder zumindest sehr günstig an ihre Studierende vermieten und Bars oft kostenlos reserviert werden können. 

Klingt gut Sibylla. Aber ich weiß echt nicht wie man ein Turnier organisiert, das hat hier noch niemand gemacht!

Auch das ist völlig verständlich. Man weiß es ja nie bevor man es nicht versucht hat. Deswegen braucht man andere Leute, die es einem erklären. Und da kommt wieder die Liga ins Spiel. Wir haben schon mehrere Turnier zusammen organisiert und wissen wie der Hase läuft. Schreibt uns eine Mail und wir erklären euch die Grundlagen oder wir vermitteln euch an jemanden, der bei euch in der Nähe wohnt, weiß es wie es geht und euch besuchen kann!
Ein Turnier ist schon ein bisschen Arbeit. Aber es bringt unglaublich viel Spaß und danach ist man froh, dass man sich getraut hat. Es ist eine Aufgabe, mit der der Club zusammen wachsen kann. Wenn wir das hinkriegen, schafft ihr das schon lange!

Ich habe euch immer noch nicht überzeugt?
Wir haben nochmal 13 Gründe gesammelt um ein DDL-Turnier auszurichten:

1.Du wirst von sehr lieben Menschen geknuddelt
Chefjury und Tabmaster der Mannheimer Schlossdebatten 2017
Foto: Mannheim Debating Union


Und ihr dachtet ich übertreibe wenn ich “Kuschelsekte” schreibe.

2. Manchmal gibt es nette Blumen 
Siegerteam und bester Finalredner des HeidelBÄM! 2017
Foto: Die Rederei e.V.

Die Rederei hält sich fast für so witzig wie wir uns und verschenkt einen echten Blumentopf.

3. Du hast die Freiheit, dich anzuziehen wie du willst (Im Gegensatz zu diesen angestaubten ZEIT DEBATTEN-Finals)
Ugly-Christmas-Jumper-Wettbewerb beim Nikolausturnier Münster 2017 
Foto: Matthias-Carcasona

Gotta Love Münster <3

4. Du hast endlich eine Ausrede um edel aussehende Pokale im Internet zu bestellen
Siegerpokale und Jurorenmedaillen des Neckarwiesencup 2017
Foto: Debating Club Heidelberg

(Wenn man nach Pokalen im Internet sucht, findet man die spannendsten Dinge; wusstet ihr zum Beispiel, dass es Pokale mit Chinchillas darauf gibt für Chinchilladressourwettbewerbe?)

5. Du bekommst satte 100 € von der Deutschen Debattiergesellschaft zugeschossen
Quelle: Giphy

Kein Witz! Hoch lebe die DDG!

6. Mit dem Geld kann dein Finale so edel und hochkarätig sein wie du möchtest
Ehrenjury des OWL-Cup 2016 bei der Vergabe des Rednerpreises
Foto: Debating Society Paderborn

7. Der Anblick von glücklichen Teilnehmer*innen kann sehr erfüllend sein 
Alstercup Hamburg 2017
Foto: Debattierclub Hamburg

Wer wünscht sich nicht solche Teilnehmer?

8. Ab und zu siehts du als Orga sehr kompetent aus
Alstercup Hamburg 2017
Foto: Debattierclub Hamburg

(Für extra Kompetenz empfehlen eure Koordinatoren eine große schwarze eckige Brille) 

9. … aber du kannst auch Spaß haben
HeidelBÄM! 2017
Foto: Die Rederei e.V.

10. Warnung: Mögliche Nebeneffekte sind z.B. Debatten über Sexroboter direkt vor einem Kruzifix
Halbfinale des OWL-Cup 2017 in der Theologischen Fakultät Paderborn
Foto: Debating Society Paderborn

(Eine Mitschrift der Debatte müsste leider stark zensiert werden; wir können aber verraten, dass eine Rick-and-Morty-Folge eine wichtige Rolle spielte und Joystick-Kataloge an Freie Redner versprochen wurden) 

11. Dir wird nichts vorgeschrieben: Wenn du möchtest, kannst du zwei Frühstücke und eine Waffelpause anbieten.
Quelle: Giphy

(Macht es wie Mannheim: weniger Debatten und mehr Essen!) 

12. Die Organisation eines Turniers stärkt euren Clubzusammenhalt
Glückliche Orga auf dem Alstercup 2017
Foto: Debattierclub Hamburg

(Nein, dieser Artikel ist kein elaborierter Plan um ganz viele Bilder von den Koordinatoren auf die Achte Minute zu posten. Wir lieben einfach Turniere und fahren auf sehr viele!)

13. Im Februar findet kein DDL-Turnier statt. Das ist sehr bedauerlich!
Quelle: Giphy

Vielleicht will das ja noch Jemand ändern?
Wir wären dabei! 

Interessiert? Die Koordination der Deutschsprachigen Debattierliga unterstützt dich mit Rat und Tat damit dein Turnier gelingt! Dafür musst du einfach eine Mail an debattierliga (äth) gmail (punkt) com senden!


Donnerstag, 11. Januar 2018

Nichtverbale Zwischenrufe, ein Finale-Livestream und viel Glühwein: Ein Bericht über die Jenaer Adventsdebatten von Sophie Reule

Die DDL-Koordination hat ein Netzwerk von Informanten und Spionen, von dem der BND und die NSA nur träumen können. Die scheinbare Abwesenheit von Koordinatoren auf den Jenaer Adventsdebatten war trügerisch, denn wir haben dorthin eine Spionin gesandt, die Informationen für uns sammelte. Sogar einen Bericht hat sie geschrieben, den ihr hier lesen könnt. Viele Bothans starben, um uns diesen Bericht zu bringen, aber zumindest Sophie hat es lebendig geschafft. Danke dafür!

Alleine im abgebildeten Bereich haben sich fünf DDL-Spione und ein Dino versteckt
Wenn eine Konversation mit dem eigenen Namen gefolgt von drei Punkten beginnt, ist das meist kein gutes Vorzeichen. Vieles könnte man in diese drei Punkte hinein interpretieren. Ich entschied mich für den einfachen Weg und fragte nach. Ein DDL-koordinierender Mensch antwortete mir sogleich auf Umwegen bis klar wurde, was die drei Punkte bedeuteten: ich solle von den Jenaer Adventsdebatten 2017 berichten… Das erschien mir ein machbares Unterfangen. Die Bewertung, ob es mir gelungen ist, sei jedoch der lesenden Person überlassen.

Früh morgens begann meine Mission. Es war noch dunkel und blieb dies auch noch eine ganze Weile als ich heroisch in ein Auto stieg, das sich von Berlin auf den Weg nach Jena machte. Alle Menschen um mich herum waren besser ausgestattet, sie hatten Kissen dabei. Leicht neidisch entschlummerte ich dann aber auch irgendwann und die Begeisterung war groß, als wir endlich in Jena ankamen und es tatsächlich auch hell war! 
Empfangen wurden wir sehr freundlich. So konnten wir in aller Ruhe erst einmal ein gutes Frühstück genießen, bevor uns die Aufgaben des Tages erwarteten. Bei der VR1 (DHW es Krankenkassen erlauben, Zusatzbeiträge für beeinflussbare Verhaltensweisen zu erheben, die zu nachweisbar höheren Kosten im Gesundheitswesen führen) konnten wir direkt mit erquicklichen Themen wie Rauchen, Drogen und auch Fast Food in den Tag starten. Den ersten Schrecken der verbotenen Zwischenrufe hatten wir auch schon verdaut. Es sei dabei dahingestellt, ob unterdrückte Zwischenrufe nicht zu höheren Kosten im Gesundheitswesen führen könnten. Vielleicht wäre eine Studie dazu angebracht, denn schließlich wäre das Verbot eine beeinflussbare Größe. Aber halt, solch ketzerische Gedanken möchte ich hier nicht weiter ausführen…
Nach der Debatte über Essen konnten wir uns diesem direkt wieder widmen. Das Thema der zweiten Vorrunde zwingt mich nun jedoch, mich thematisch davon zu entfernen. Es ging um die Frage, ob ehemalige Kolonialmächte alle Kunstwerke, die während der Kolonialzeit aus den Kolonien ausgeführt worden sind, zurückgeben sollten. Das lag einigen offenbar quer im Magen, denn häufig sprangen die lieben Mittdebattierenden mit bedrohlicher Miene auf. 
Etwas sachter hingegen wurde die dritte Vorrunde, vielleicht lag es auch an meiner Müdigkeit. Die Miene unserer Jurierenden während dieser Debatte (DHW alle systemrelevanten Finanzinstitute verstaatlichen) war jedoch eine Antizipation auf die letzte Vorrunde (DHW es Häftlingen erlauben, für eine signifikante Verbesserung ihrer Haftbedingungen zu bezahlen). Welchen Preis wären sie wohl bereit gewesen zu bezahlen?
Besonders hervorzuheben an diesem Tag ist die liebevolle Versorgung der Jurierenden. Ich sah, wie mit Tabletts gefüllt mit Keksen und Glühwein in die Räume geeilt wurde, um ihnen eine Freude zu bereiten. Vielleicht war das zumindest eine kleine Entschädigung.
Am nächsten Tag konnte ich entspannt dem Halbfinale und dem Finale lauschen. Gerade letzteres war durch die öffentliche Jurierung interessant. Und es ging wieder um Essen: DH bevorzugt Minderheitsregierungen vor Koalitionsregierungen. Ja, da gibt es einen Zusammenhang! Dabei konnte wirklich nicht die Rede davon sein, dass wir bei diesem Turnier hätten hungern müssen.

Insgesamt war es ein sehr schönes Turnier, vielen Dank dafür an alle Beteiligten.


Die Adventsdebatten brachten wieder viele Punkte für die teilnehmenden Clubs, allerdings verteilen sich diese durch einige mixed Teams ziemlich regelmäßig über die Top 10. Dadurch ändert sich nichts in den oberen Plätzen; selbst die Abstände zwischen den Teams bleiben ähnlich. Die Bamberger halten nichts davon und zeigen sich extrem stark in Jena, wodurch sie die Rederei einholen und auf Platz 5 landen. Schaffen sie es noch, das obere Monopol zu durchbrechen, oder müssen nur noch die BDU, Tübingen und Münster um den Pokal kämpfen? Bald geht es in Tübingen weiter und es bleibt spannend!


Bei der Rednertabelle erreichen wir langsam den Punkt, wo die top Redende bereits zwei oder drei Mal Punkte gesammelt haben. Da nur die drei besten Ergebnisse zählen (zumindest bis jetzt), werden einige Redende sich doppelt anstrengen müssen, um ihren Platz zu verbessern. Der Frauenanteil lässt allerdings was zu wünschen übrig; vom Nikolausturnier auf die Adventsdebatten ist er auf 22,72 % gefallen. Vielleicht sollten wir einfach Münster fragen, was ihr Erfolgsrezept ist!

Bald sieht man sich wieder in Tübingen, im traditionellen Streitkultur-Cup. Darauf freuen wir uns schon riesig! Au revoir!

Sonntag, 7. Januar 2018

Die Hässlichkeit des Weihnachtspullovers liegt im Auge des Betrachters: Jule Biefeld über das Nikolausturnier in Münster

Frohes Neues, liebe DDL-Fans! Manch einer mag sich fragen, wie sich die Liga nach den beiden weihnachtlichen Turnieren entwickelt hat. Heute erzählt uns Jule Biefeld in einem schönen Gastbeitrag wie das diesjährige (diessaisonige?) Nikolausturnier gelaufen ist. Viel Spaß!

Debattierer durch Münster ging.

Kyrieleison!

Debattierer durch Münster ging, 

Um dort nach DDL Punkten zu Jagen!

Berlin und Münster.

Was machten die CAs Themen ?

Kyrieleison!

Heidelberg und Berlin. 

Das gewann Berlin mit ihrem großen Herzen! 

Deutschland versank im Schneechaos, ein perfekter Anlass für viele Debattierer um nach Münster zu ziehen und am Ironman- und Nikolausturnier teilzunehmen. Das Nikolausturnier gehört heute zu einer Turniergröße im VDCH-Land. Anfänger werden dort mit einem Fortgeschrittenen in ein Team geworfen und gemixt. Was dabei herauskommt sind erstaunliche Debattiertalente und gute Debatten. 

Oft ist das Nikolausturnier auch ein guter Ort, um potenzielle Nachwuchspreisträger in ihren ersten Schritten zu sehen. Dieses Jahr kann man nur eine Sache feststellen: Wir haben einige verdammt guten Nachwuchs! Voller Stolz sah man die erfahrenen Debattanten von der Bank aus ihre Anfänger anfeuern. 

100 Liter Glühwein und Weihnachtsmänner aus Schokolade sorgten wie jeden Jahr für eine hervorragende Stimmung. Das inoffizielle Highlight war aber etwas neues: Der Ugly-Christmas-Sweater-Wettbewerb. Ihr wisst nicht was das ist? Stellt euch grelle Farben, blinkende Lichter, Katzenbabys und Laser vor, alles auf einem Pullover vereint. Epileptiker hatten keine Chance!  Am Ende gewannen haushoch die beiden Münsteranerinnen Fee und Johanna mit ihrer Interpretation eines Weihnachtsbaumes. 

An Schönheit/ Hässlichkeit nicht zu übertreffen: Ugly Christmas Jumpers
Foto: Matthias Carcasona

Trotz der DDL-Jurorenquote saßen am Ende “nur” 4 Leute im Finale und jurierten es, was den vielen Clashes zu verdanken war. Was zu denken gibt: Clubs wie Münster, die BDU und Tübingen oder andere dominieren schon mal ein Turnier. Das bringt nicht nur die CAs zum schwitzen bei der Setzung des Finals, sondern auch die clashfreien Juroren. Zum Glück wurden die Gemüter in Münster durch Schokolade, Glühwein und eine tolle Orga gestillt.  

Mit dem Sieg katapultiert sich die BDU an die Spitze der Tabelle.  Die BDU wird (wie man im Fußball sagt) Wintermeisterin.  Die letzten 5 Jahre war der FC Bayern Wintermeister, als auch Deutscher Meister. Vielleicht auch ein Omen für die BDU? Time will tell.

Wie sieht nun die Tabelle aus? Bei den Teams wird eines noch klarer: Die BDU, Tübingen, und Münster wollen das Treppchen unter sich ausmachen und eine Mauer um dieses bauen. Ob sie es schaffen, ist noch ungewiss. Schafft es einer der Heidelberger Clubs dieses Monopol aufzubrechen?
Vieles ändert sich in der Tabelle nicht. Durch die vielen berliner und münsteraner Teams war die Sammlung weiterer Punkte schwierig. Trotz schwieriger Umstände schafft Saarbrücken trotzdem, sich in den zwölften Platz zu drängeln. Gratulation!


Was sagen die Einzelredende? Noch ist die Tabelle sehr volatil; Johannes lässt sich nicht in Münster blicken und wird von Lennart auf Platz eins abgelöst. Pegah entscheidet, dass das Treppchen doch kein übler Ort ist und springt gelassen sieben Rangplätze hoch. Gebt euch Mühe, noch ist die Liga nicht entschieden!



Samstag, 16. Dezember 2017

Von waffeln, singenden Sternchen und Dystopien: Der Traditionscup im schwarzen Walde

“Find what you love and let it kill you.” Ausschließlich diese banale Lebensweisheit kann einen auf die völlig bescheuerte Idee bringen, von Hamburg aus mit dem Nachtzug 11 Stunden nach Freiburg zu fahren. Dort 34 Stunden Turnier zu erleben. Um dann mit dem Nachtzug zurück, 13 Stunden nach Hamburg zu fahren. 
Hat es sich gelohnt?
Auf jeden Fall.
Was uns fröhliche Debattierer dort nämlich erwartete waren spannende, kontroverse Themen über Leben und Tod, Waffeln, Freunde die die Waffeln im Herzen trugen, und ein allgemein exzellent organisiertes Turnier. Und natürlich ein episches musikalisches Duell der Stars.

Bereits am frühen Morgen erwarteten die Chefjuroren, dass wir uns emotional in das Mindset eine Diktators hineinversetzten. (DH, als Kim Jong Un, würde Nordkoreas Atomwaffen aufgeben, wenn im Gegenzug die wesentlichen Sanktionen gegen Nordkorea aufgehoben würden.) Vielleicht nicht die dümmste Aufgabenstellung bei akutem Schlafmangel. Was auf jeden Fall half waren freundliche Mitdebattanten, die nochmal kurz die Zusammenhänge des komplexen Problems dahinter erklärten ("Atomraketen kann man nicht aus Legos bauen.”) Die Chefjuroren - Marius, der einmalige Jannis und Samuel Scheuer der sein Début machte-hatten sich für diesen Cup eine Innovation ausgedacht: Das Motion Debriefing (http://www.achteminute.de/20171122/motion-debriefings-was-sie-sollen-und-koennen/). Hierbei skizzierten die Chefjuroren mögliche Strategien, die Teams annehmen könnten. Ob sich diese internationale Mode nun auch auf deutschen Turnieren durchsetzten wird, wird sich zeigen. Die Stimmen auf der Achten Minute schienen eher gemischter Natur zu sein. Ob wir von der DDL einen Trend weg von mehr Keksen, hin zu mehr Inhaltsreflexion wirklich gutheißen können, sei mal dahingestellt. Wie um sich für diese ganzen Inhalten zu entschuldigen, haben uns die Chefjuroren indes mit wunderbaren Fake-Themen versorgt, most notably: DH als Nicki Minaj bereut die Industrialisierung. Thematisch nicht zu weit entfernt von Diktatoren ging es in der zweiten Runde weiter mit Rechten und Pflichten von Mütter und Vätern. (DHW werdenden Eltern erlauben, die Mutter- bzw. Vaterschaft in dem Zeitraum, in dem eine Abtreibung möglich ist, aufzugeben.) Und auch die dritte Runde ging dystopisch weiter. Samuel frug sich anscheinend: “Hat das mit dem Kinder kriegen überhaupt einen Sinn?” und gab die Frage mal direkt ans Plenum weiter. (Es existiert ein höchst ansteckender Virus, der 95% seiner Opfer unfruchtbar macht. Die Kinder der 5% der Infizierten, die nicht unfruchtbar werden, sind immun gegen den Virus. Der Virus wurde weltweit freigesetzt. Ihr seid die einzigen, die ihn noch aufhalten können; DHW den Virus nicht aufhalten.) Wir als Regierung stellten klar fest, dass wir sowieso zu viele von diesen Schreidinger haben und die neue Goldene Generation, die dann kommt und viel ruhiger, verantwortungsvoller und gebildeter ist als alles was wir gerade haben. Was sollen Oppositionen auch schon gegen so gut gepflegte Misanthropie sagen?

Während die zwanzig Teams auf dem Turnier fleißig bewiesen haben, dass sie in jedem Themengebiet in der Lage sind auch ohne Sachverstand zu klugscheißen, so stellte sich indes auf der Party heraus, dass da noch Nachholbedarf in musischen Fächern ist. Das Singstar-Duell von Münster und der Rederei zeigte noch einiges an Lücken auf in Sache musikalischer Begabung. (Lukas: “Hier geht es zur Sofa-Lounge und im Stockwerk drüber findet ihr den Singstar-Raum.”, Anna: “Singstar!!”, Jakobus: “Anna, das ist jetzt nicht dein Ernst?”) Auch wenn Jakobus natürlich eine wunderbare Singstimme hat - war er nicht in der Lage das Programm glücklich zu machen, im Gegensatz zu Christoph, der die Münsteraner Ehre zusammen mit Phillip, Anton und Johannes glorreich verteidigte. Nur gut dass Anna da war, sonst wäre die Rederei komplett untergegangen -aber auch sie konnte das Schiff nicht retten und so ging es 3-1 für Münster aus. 
Generationenwechsel können in der Tat schmerzhaft sein
Aber mal was anderes. Wusstet ihr, dass Schlafmangel auf einem Turnier nicht von selbst verschwindet? Meine Übermüdung konnten wir am nächsten Tag erst an IS-Kämpfern auslassen (DHG, dass humanitäre NGOs ISIS-Kämpfer nicht medizinisch behandeln sollten.) - Moral ist was für Schwächlinge - und dann im Finale an Trump. (DH als Führungsriege der Republikanischen Partei würde geschlossen, offensiv und öffentlich Politik gegen Donald Trump machen.) - Warum sollten wir uns unsere schöne Partei von einer Orange kaputt machen lassen?
Nachdem yours truly sich mit einem 2-2-1 Split gegen die herausragend schlagfertige Lara und einer fantastischen Schlussrede von Christof geschlagen geben musste, gab es trotzdem für einen Robodino in Ritterrüstung einen Pokal. Samuel fand den Preis für die beste Rede sollte dieses Mal an den besten Redner des Turniers und nicht des Finales gehen. Ein verdatterter Julius wollte das schon zurückweisen. Aber Lennart kannte die richtig Worte: “Wenn dir jemand einen Pokal gibt, hinterfragt man das nicht.” Er muss es ja wissen. Auch die Juroren gingen wie es neuerdings guter Brauch ist nicht leer aus: Für hervorragende Jurierleistungen während des Turniers wurden Hendrik Sannwald, Sabine Wilke sowie Lennart Lokstein ausgezeichnet.

Alles in einem hat sich der darauf folgende Schlafmangel und die lange Anfahrt gelohnt. Einen besonderen Dank gilt der Orga- und das nicht nur weil sie genug Geduld hatten um mir, die ich nicht einmal oder zweimal- sondern dreimal Dinge irgendwo liegen lassen habe, diese hinterher zu tragen.


Nun schauen wir uns mal an die sich die Tabelle entwickelt. Durch die vielen mixed Teams auf der Tabellenspitze sind die Punkte relativ gleichmäßig verteilt. Die Streitkultur, die BDU und Münster bilden langsam einen Abstand vom Rest und teilen die Plätze auf dem Treppchen unter sich. Ob Heidelberg sie noch einholen kann? Vielleicht eher die One-Man-Show Johannes Meiborg? Spannend bleibt’s! Die Entwicklungszusammenarbeit der Tübinger mit Konstanz scheint sich langsam auszuzahlen, während (fast) alle Hanseaten von den Reisen in den Süden wenig begeistert zu sein scheinen. Immerhin verteidigt eure Koordinatorin den Platz auf der Tabelle.


Johannes erkämpft sich den obersten Platz auf der Rednertabelle, aber noch kann er überholt werden. Rednertabelle? Aber es sind schon 42% Frauen im Top 20! Über diese Entwicklung können wir uns alle freuen, insbesondere Münster und die BDU, die besonders viele starke Debattiererinnen stellen.

Als nächstes kommt der Bericht über das Nikolausturnier. Keine Sorge, der wird in den nächsten Tagen online gestellt!

Sonntag, 3. Dezember 2017

Die Heidelberg Saga, Teil 2: Exklusiv: EINBLICK HINTER DIE KULISSEN

Organisatoren und Helfer sind bekanntlich die glamourösen Stars eines jeden Turniers. Aber wie ticken sie wirklich? Eure DDL-Koordinatorin deckt auf.

“Meinst du, wir haben genug Melonenschnaps?” “Wir haben 5 Liter. Natürlich ist das genug.” “Aber wenn jeder 4 Shots trinkt, reicht das niemals für Alle.” “Wer um Himmels Willen trinkt denn bitteschön 4 Shots Melonenschnaps??!” “Ich zum Beispiel.” “Du bist nun wirklich nicht der Maßstab.” “Du bist selber nicht der Maßstab!”

Diese und ähnlich schlagfertige Perlen der argumentativen Kunst hatte ich das Privileg aus dem Munde der fleißigen Rederei-Organisatoren und Helfern zu hören. Jakobus, Anna und Tim suchten dieses Jahr nach einer guten Ausrede um möglichst viele Freunde einzuladen. Nach dem Motto “Was der DCH kann, können wir schon lange. Natürlich kriegen wir auch ein Zweitagesturnier auf die Reihe!” organisierten sie zum ersten Mal ein zweitägiges Turnier.

So folgten Anfang November 12 Teams ihren Ruf nach Heidelberg um gemeinsam ein wunderbares Wochenende zu verbringen und das Traditionsturnier HeidelBÄM am Neckar zu begehen. Ich vermute sie haben da debattiert. So genau weiß ich das aber nicht. Ich muss mich da auf Hörensagen verlassen. Für euch, werte Leser, habe ich als undercover DDL-Koordinatorin versucht, aus erster Hand herauszufinden, was DDL-Turnier -Organisatoren da eigentlich den ganzen Tag machen. Was ich herausfand war schockierend. Hinter dem glamourösen Image steckt in Wahrheit: HARTE ARBEIT?!?

Lange Stunden harter Arbeit investierten unsere Organisatoren zunächst einmal im Vorfeld des Turniers; endlos lange Diskussionen, ob nun Essen oder Socials wichtiger sind, mussten geführt werden (was glaubst du, werter Leser?). Und plötzlich waren sie dann da, die Freunde auf die sie sich die ganz Zeit gefreut haben und für die sie Mühen investiert haben. Urplötzlich verwandelten die sich aber in eine graue Masse aus der nur die bunten Klamotten der Münsteraner so richtig herausstachen. Was übrig bleibt ist eine Horde an Debattierern die Essen. Essen. Kekse vernichten, Becher umwerfen, ach ne das war ich.- Und für die mussten wir Sport machen, in einem Wettlauf gegen die Zeit. Ab 8 hatten wir eine halbe Stunde Zeit um die Räume aufzubauen (mit freundlicher Hilfe von berliner Seite, danke Moritz :)), das Frühstück aufzubereiten, die Anmeldeliste zum Tabmaster zu bringen. (NIE WIEDER EIN TABRAUM IM OBERSTEN STOCKWERK!!) Menschen zu zählen, (“Kann noch Jemand Kaffee ma-“) plötzlich geht es auch schon los. Während die Redner versuchen, sich über Homöopathie Gedanken zu machen, versuchen wir Helfer uns in der noblen Kunst der Safe-Knackens: Der Beamer funktioniert nicht. Unsere Mission: Besorge die Fernbedienung aus der verschlossenen Truhe mit Zahlenschloss. Wusstet ihr, dass man bei einem Zahlenschloss einfach so lange drehen kann bis es sich öffnet? Also wenn du 40 Minuten drehst zum Beispiel. Time well spent. Schon war es Zeit, als Runner Juroren zu nerven. (“Müsst ihr jetzt noch lange die Punkte in der Linken Kategorie des dritten freien Redners besprechen?” “Ja. Und es geht bestimmt schneller wenn du dabei nervst.” Pah. Auf der DDM haben wir noch über 10 Punkte gemittelt!)

In der zweiten Runden dachten Redner und Juroren über die großen Fragen von Religion und Staat nach. Wir über das Mittagessen. (Das vegane Essen war besser als das normale. Das hat Anna doch absichtlich gemacht!) Außerdem frugen wir uns, wie man bei dem wunderbaren Wetter Menschen auf die Terrasse kriegt. (“Wir sagen ihnen einfach, dass sie in Abwesenheit einer Tür hier durch das Fenster klettern sollen.” “Und dann kommt die Polizei und raided das Debattierturnier.” ”Naja deswegen sind wir ja auch der lustige und nicht der organisierte Club Heidelbergs.”)

Während die Redner in der dritten Runde in die tiefen Eingeweide der Rechtsphilosophie eintauchten, widmeten wir uns den Keksen. Kaum hatte die Aufpasserin Anna sich aus dem Staub gemacht um sinnvolle Dinge zu tun, machten die übrigen Redereibienen sich daran Kekse zu vernichten. (“Und was wenn Anna wissen will wo die Kekspackung abgeblieben ist?!” “Dann sagen wir ihr die Keks-Ninjas sind gekommen. Sie kamen quasi aus dem Nichts und haben uns überwältigt. Und dann sind sie wieder abgehauen… mit dem Keksen.” “Gut. But we gotta get our story straight, wir müssen uns darauf einigen aus welchem Fenster sie geflohen sind.” “Ja. Sonst wirkt das verdächtig”)

Während die Teilnehmer noch überlegten wie man das Deutsche Nationalgefühl hinbiegen könnte, mussten wir in windeseile eine Unmenge an Brote schmieren. Aufräumen, wischen, hoffen, dass die Hausmeister uns nicht frühzeitig rausschmeißen. Kaum waren die Redner fertig, mussten wir sie nach einem kurzen Happen am liebevoll organisierten Buffet, auch schon schweren Herzens aus dem Gebäude werfen, weil es eben nicht anders ging. Nachdem wir alles aufgeräumt und abgewischt hatten, machten wir uns schließlich doch noch auf auf den Weg zu Party und konnten zum ersten Mal an diesem Tag mit den Teilnehmern reden. Ihre Gesichter waren müde aber glücklich. Die Mühe hatte sich gelohnt.

Melonenschnaps wurde fleißig getrunken. Mehr als vier Shots von einigen. Und trotzdem reichte er für alle.

Zwei Tübinger Teams schafften es in das Halbfinale, wurden aber von den bunten münsteraner Damen und dem DCH-Team aufgehalten. Diese standen sich dann in einem furiosen Finale gegenüber. Ergänzt wurde das Finale durch die zwei alten Tübingerhasen Jan und Lennart und durch Jungtalent Viet Hoang Nguyen, der auch sonst mit einem bemerkenswerten 48-Punkte-Schnitt auffiel. Im Finale konnten Johannes, Bene und Angélique die Juroren erfolgreich von einem Selbstauflösungsrecht für den Bundestag überzeugen. Dafür haben sie sogar einen (echten) Blumentopf bekommen.

Besonders aussagekräftig ist die Tabelle nach dem zweiten Turnier noch immer nicht. Eine erfreulich Tendenz lies sich im Tab des Heidelbäms aber feststellen: Durch die münsteraner Damen und Sabine war die Spitze des Tabs dort angemessen weiblich. Weiter so! Das lässt sich auch auf der Rednertabelle bemerken, auf der nun immerhin Platz 10-14 nur von Frauen belegt werden.


Die Teamtabelle dominieren weiterhin bekannte Gesichter. Weiterhin dabei ist die Hansenberger Schule, die sich wacker auf Platz 5 hält und Johannes hat als einsamer Ritter immerhin schon Platz 7 für Bamberg erkämpfen können. Respekt!


("Glaubst du nicht, dass ein Schlussatz fehlt?" "So very proud to propose!" "Das sollte reichen")

Dienstag, 31. Oktober 2017

Die Heidelberg-Saga: Teil 1

Moin moin, Debattierfreunde!
Der eine oder andere DDL-Fan mag sich gefragt haben, wo denn der Bericht zum Wahlwochenende/Saisonauftakt bleibt. Nun, schon die Politiker hatten klar gemacht, dass sie mit den Sondierungsgesprächen erst nach der Landtagswahl in Niedersachsen beginnen würden. Dem schlossen sich die DDL-Koordinatoren aus Solidarität an und warteten bis nach der Wahl ab*. Aber nicht verzweifeln, der Bericht, die Tabelle und ein schöner Dino sind jetzt online! * Die Behebung eventueller Lücken in dieser Argumentation sei dem Lesenden als Hausaufgabe überlassen. Mensch, Heidelberg, die dortigen Debattanten enttäuschen nie! Da wundert es mich nicht, dass einige Leute ihr Herz dort verloren haben. Dieses Jahr entschieden junge Mitglieder des DC Heidelberg, nämlich Lisa Weck, Markus Baldermann und Angélique Herrler, dass sie doch mal die Saison eröffnen könnten. Zügig holten sie sich Sabrina Effenberger und Jan Ehlert für die Chefjury, packten sie in einem Tabraum mit Nina Bieber und der Rest ist bekanntlich Geschichte. “El Coordinador” war vor Ort und jurierte mit strengem Blick aber Freude im Herzen, da er endlich diese “Neue” Jurierskala ausprobieren konnte. Ganz besonders war dieses Mal, dass Jurierende unter sich die zwei besten Juroren des Turniers wählen konnten. Jakobus Jaspersen und ein gewisser "LM" bekamen die meisten Stimmen und durften schicke neue Medaillen nach Hause mitnehmen. Eine solche Würdigung der Jurierleistung finden wir natürlich sehr begrüßenswert.
Ich kann jurieren UND Dinosaurier malen. Das hat schon eine Medaille verdient.

Donald Trumps Twitter-Tiraden (“Wir brauchen einen Trump-Detox”), Die PARTEI (“Denn sie ist sehr gut”), Nordkorea-Sanktionen (Leider kein lustiges Zitat) und Jury Nullification (“Sind auch Debattier-Juroren betroffen?”) waren die Streitthemen der Vorrunden. Im Halbfinale ging es um die Bildung einer jüdischen Armee und im Finale über Kunst. Der Sieger, die Streitkultur, mag im ersten Moment kaum überraschend klingen, hatte aber einige junge Mitglieder im Team. Was gab es noch so am Rande? Euer Coordinador setzte sich mit alten Menschen zusammen (was er selbst definitiv nicht ist) und hörte sich alte Anekdoten über die DDL an; es wurde Spekulatius angeboten, obwohl es September war. Gab es noch was? Achja, die Wahl! Unser Austragungsort war sogar am Sonntag ein Wahllokal! Was kam dabei raus? Hier nochmal die Ergebnisse: FDP: 33,3 % Grüne: 28,6 % DIE LINKE: 23,8 % Die PARTEI: 9 % SPD: <5 % Ein durchaus sehr überraschendes Ergebnis, eines das aber die Koalitionsverhandlungen… Moment mal, das war nicht das Wahlergebnis, das ist nur das Ergebnis einer Umfrage unter den Turnierteilnehmenden! Über die Repräsentativität des Debattiervolkes könnt ihr euch eure eigenen Witze überlegen. Lasst uns lieber über andere Ergebnisse sprechen, beispielweise die Tabelle:
Nach einem einzigen Turnier gibt es nicht Vieles zu besprechen, aber Einiges kann einem auffallen. Durch die vielen mixed Teams sind die meisten Punkte relativ gleichmäßig verteilt; rechnet also mit starken Schwankungen nach dem nächsten Turnier. Als Rückkehrer begrüßen wir das Team der Schule Hansenberg, die es in den Top 10 schafften und einen Redner im Top 20 stellten!
Es lohnt sich auch einen Blick auf die Jurorenpunkte zu werfen: Durch geschickte Breaks und eine übererfüllte Quote besteht bereits jetzt ein Gesunder Abstand zwischen dem Sieger und dem Finalisten. Unterschätzt also nicht die Macht der Juroren, sie gewinnen euch im Zweifel die Liga! Wer daran zweifelt, soll sich die Tabelle der vergangenen Saison anschauen.

Die Redner*innen-Tabelle bringt viele bekannte Gesichter, aber auch der Nachwuchs hat es geschafft. Wie sich die Punkte entwickeln, bleibt noch spannend. Spannend bleibt auch, ob diese Saison vier statt drei Turnierergebnisse für die Redner*innen-Tabelle zählen. Dafür müssen aber mehr Turniere als vergangene Saison stattfinden. Ob groß oder klein, jedes Turnier mögen wir. Nächstes Wochenende wird die Heidelberg-Turnierreihe mit dem HeidelBÄM! fortgeführt. Ob es wieder Melonenschnaps gibt, werden wir bald herausfinden. Stay tuned for Heidelberg Saga Part 2: Debating Boogaloo!