Die Deutschsprachige Debattierliga (DDL) ist der Zusammenschluss dezentral organisierter Debattierturniere im deutschsprachigen Raum zu einem gemeinsamen ganzjährigen Wettbewerb. Gewertet werden die Leistungen von Clubs, Rednern und Juroren.
Das Regelwerk der DDL findet sich hier, Kontaktaufnahme mit den Koordinatoren Alexander Osterkorn und Habakuk Hain ist jederzeit per E-Mail möglich.

Freitag, 17. März 2017

Seemonster an der Elbe -- der Alstercup in Hamburg


Hamburg, oft und gerne als „Perle des Nordens“ bezeichnet, ist im VDCH-Land in der Vergangenheit vor allem durch die sehr regelmäßige (und sehr gute) Organisation von ZEIT DEBATTEN aufgefallen. In diesem Jahr allerdings entschied sich der DC Hamburg, den nächsten Schritt zu gehen und stattdessen ein DDL-Turnier auszurichten.
Namentlich konnte man sich aber nicht recht entscheiden zwischen dem „Seemonstercup“ und dem „Alstercup“, was auch zu zwei konkurrierenden Hashtags auf Twitter führte. Versöhnliche Alternativen wie „Alstermonstercup“ wurden nicht erwogen. Zugegebenerweise wurden Nessi und Familie bisher auch noch nicht in der Binnenalster gesichtet.
Am Freitagabend gab es noch ein geselliges Beisammensein im einem Hamburger Campus-Café, am Samstag dann das Turnier an der Hamburger Uni. Zum Frühstück gab es die für Hamburg typischen Franzbrötchen.’
Nach drei Runden sprangen zwei Teams und drei fraktionsfreie Redner direkt ins Finale, wo es einen engagierten Streit über Vereinfachung und Emotionalisierung in der Politik gab. Das Publikum durfte die besteEinzelrede der Debatte wählen.
Nach Abschluss der Turniers lud der Hamburger Debattierclub in einen Club auf der Reeperbahn, dem Partydistrikt Hamburgs. Man soll auch noch Teilnehmer am nächsten Morgen auf dem legendären Fischmarkt entdeckt haben.
Insgesamt ein wunderbarer DDL-Einstand für den DC Hamburg, wir freuen uns schon aufs nächste Jahr: Läuft!

Wie schon beim Streitkulturcup in diesem Jahr fand auch beim Alstercup die neue OPD-Punkteskala Anwendung. Für die interessierten Leser dieses Blog bieten wir auch hier eine Übersicht über die statistische Verteilung der Punkte.

Histogramm der Punkteverteilung beim Alstercup mit entsprechender Gaußkurve, siehe auch den Streitkultur-Cup

Der statistische Mittelwert der Punkte lag bei 45.0 ± 0.8 Punkten, die Standardabweichung (die die Streuung der Punkte quantifiziert) bei 5.7 ± 0.8 Punkten. Das ist damit in guter Übereinstimmung zum Streitkultur-Cup ein leicht höherer Durchschnittswert als bei der alten Eichung und eine größere Streuung.

Die Clubtabelle nach dem Hamburger Alstercup. Es dürfte nun etwa die Halbzeit der DDL-Saison erreicht sein.
An der Spitze der Clubtabelle gibt es momentan wenig Bewegung. Münster verteidigt weiter die Spitzenposition und baut langsam aber sicher den Vorsprung auf Platz 2 auf. Die BDU schiebt sich wieder auf den zweiten Platz. Der Abstand zu Münster sind 16 Punkte. Nicht unmöglich, das einzuholen, aber auch kein Kinderspiel mehr. Die BDU müsste über ihren Schatten springen und auch bei künftigen OPD-Turnieren jeweils gute Teams schicken.
Christoph Saß gewinnt das dritte DDL-Turnier in Folge. Dafür einen herzlichen Glückwunsch und chapeau!

Abschließend -- wie immer -- der Blick auf die Einzeltabelle:

Christoph weiterhin weitgehend unangefochten auf dem ersten Platz. Bei ihm werden nun aber entsprechend des DDL-Regelwerks auch nur noch die besten vier Resultate gewertet. Sabrina Effenberger beeindruckt durch zwei Turnierantritte mit jeweils Maximalpunktzahl. Wenn sie das beibehält, stehen die Chancen für sie auf den ersten Platz in der Einzelrednertabelle sehr gut.
Die in der Tabelle vertretenen Clubs sind auch bisher gut durchmischt, mit einem kleinen Übergewicht der Heidelberger Rederei in den Top 5.

Montag, 13. Februar 2017

Debattieren in Ostwestfalen-Lippe: Der OWL-Cup in Paderborn

Schon im zweiten Jahr wurde nun in Paderborn der OWL-Cup ausgerichtet. Nun mag man sich fragen: OWL? Es sieht zwar aus wie Eule, bezeichnet aber erstmal eine Region in Deutschland: Man nehme das W aus NRW, gehe in dessen Osten und nehme noch den Lippe-Kreis hinzu. Heraus kommt die Gegend in NRW, die etwa zwischen Göttingen und Osnabrück liegt. Metropolen OWLs sind Bielefeld (Gibt es das eigentlich wirklich?) und eben Paderborn.
Der OWL-Cup ist von Organisation und Ausführung her praktisch eine ZEIT DEBATTE: Die Unterbringung der Teilnehmer fand auch dieses Jahr wieder in der Jugendherberge Paderborn statt, das Finale hatte eine eigene (lokal)prominente Ehrenjury zur Ermittelung der besten Einzelredeleistung.
Für das genaue Ergebnis des Finales verweisen wir gerne auf die Kollegen von der Achten Minute. Das Turnier fand auch -- sonst bei der DDL eher unüblich -- an einer Vielzahl von Orten statt: die Vorrunden an der Paderborner Uni, das Halbfinale in der katholisch-theologischen Fakultät (dann auch noch thematisch zur Frage, ob Sexroboter verboten werden sollten: Ob das nun ironisch oder zynisch ist, mag jeder für sich entscheiden…) und das Finale schließlich im Rathaus der Stadt Paderborn. The very best of Paderborn in einem Turnier: Gefällt uns.
Obwohl kolportiert wurde, dass es kein veganes Essen auf dem OWL-Cup gab, trifft das nach DDL-Informationen nur auf einen Teil der Mahlzeiten zu, Untersuchungsausschuss allerdings erstmal nicht geplant.
Teilnehmerstimmen lobten weiter den großen personellen Aufwand („(Wo)manpower“), der betrieben wurde, um allen das Gefühl zu geben, mit potentiellen Problemen nicht allein zu sein: Z. B. durch menschliche Wegweiser zu den Debattenräumen.
Die „Debating Society Paderborn“ setzte sogar eine eigens programmierte Tabbingsoftware für OPD ein, die allerdings noch leichte Startschwierigkeiten zu haben schien.

Insgesamt also auch dieses Jahr wieder eine große organisatorische Leistung der Paderborner! Nun zu den Ergebnissen:

Die Clubtabelle der DDL nach dem OWL-Cup in Paderborn. Bewegung in allen Teilen des Feldes.

Münster verteidigt trotz geringerer Punkteausbeute durch den Start im mixed team („Gewinnt der Saß eigentlich gerade jedes Turnier?”) die Führung der DDL-Tabelle. Doch deutlich ist diese Führung nicht. Mainz, nun auf dem zweiten Rang, konnte leicht aufholen. Berlin und Heidelberg knapp dahinter. Zu diesem Zeitpunkt hat die DDL auf jeden Fall noch keinen klaren Sieger.

Zum Abschluss -- wie gewohnt -- der Blick auf die aktualisierte Einzelwertung:

Einzelrednertabelle nach dem OWL-Cup in Paderborn.

Christoph ist wieder auf der Spitzenposition, Jakobus trat in Paderborn nicht an und fällt damit auf den zweiten Platz zurück. Zur Erinnerung: Da wir von mindestens 12 Turnieren in dieser DDL-Saison ausgehen, rechnen wir mit vier gewerteten Ergebnissen. Den größten Sprung macht Sabrina, die mit glatten 30 Punkten den siebten Platz mit den beiden anderen (bisherigen) One-Hit-Wundern Willy und Lukas teilt. Insgesamt gibt es bei den Aktiveren aber bisher noch keine durchweg herausragenden oder gar enteilten Einzelleistungen. Die meisten Rednerinnen und Redner haben sowohl stärkere als auch schwächere Turniere zu verbuchen. Da freuen wir uns doch schon auf die Ergebnisse des nächsten Turniers!

Mittwoch, 1. Februar 2017

Von Geschwistern und “Umeichungen“: Der Streitkultur-Cup in Tübingen


Am 21. Januar fand auch im Jahr 2017 wieder der altehrwürdige Streitkultur-Cup in Tübingen statt.
Dass dieser nicht nur für noch nicht so lang aktive und zumeist studierende Debattierer attraktiv ist, sondern auch für inzwischen weniger aktive und schon arbeitende Debattierfreunde konnte man indiesem Jahr besonders gut sehen.
Das mag an der langen Tradition des Turnieres liegen (erster SKC laut Streitkultur-Homepage im Jahre 2003, deutschlandweit gesehen also noch „Gründerzeit“) oder an den besonders hohen Anforderungen, die an die Teilnehmenden gestellt werden (Reden ohne Notizen). Es spricht aber eindeutig für die hohe Langzeitbegeisterung, die das Debattieren bei vielen vorruft, die einmal damit angefangen haben. Insofern freut es uns auch als DDL-Koordinatoren, wenn sich am „Turnierstandort DDL-Land“ auch Turniere mit höherer Alumni-Quote herausbilden.
Die zweite bemerkenswerte Tatsache ist, dass mit dem am Ende siegreichen mixed team aus Konstanz und Münster mit Niklas und Lukas Haffert das (mindestens) zweite Geschwisterpaar nach den Brüdern Lennartz beim Cup der Göttinger Sieben 2014 bei einem DDL-Turnier antrat – und gewann. Familienbande scheinen also auch gute Teamfähigkeit zu geben. Wir freuen uns schon auf den ersten Eltern/Kind-Cup im Jahr 2040!

Eine Innovation auf dem diesjährigen SKC war die Neu-“Eichung” der Punkteskala. „Eichung“ hat dabei nichts mit dem beliebten mitteleuropäischen Buchengewächs zu tun und spielt nicht etwa auf die selbstgefühlte Wachstumsrate der Punkte eines OPD-Neueinsteigers an. Auch nicht beschäftigt es sich mit der unter Teilchenphysikern populären Yang-Mills-Theorie.
Nein – es ging dabei um die Neujustierung der Punktevergabe selbst.
Bisher konnte man die auf Turnieren übliche Punktevergabe in den einzelnen Kategorien definitiv nicht durch das Lesen des – ansonsten sehr ausführlichen – „Kommentierten Regelwerks“ lernen, sondern musste einfach an genug OPD-Turnieren teilgenommen haben, um zu wissen, dass (bei 20 möglichen) 12 Einzelrednerpunkte in einer Kategorie schon sehr viel Holz (um im Wald zu bleiben) waren. Beim SKC sollte jetzt die Einzelrednerleistung nach Schulnoten („weder geizig noch freigiebig“) bewertet werden, die dann in OPD-Punkte umgerechnet wurden.

„Wer weiß, wie Wurst und OPD-Punkte gemacht werden, der will von beidem nichts mehr wissen.“ (nicht ganz nach Bismarck)


Zweite Idee dahinter: Die Punktevergabe schwankt bisher normalerweise sehr eng um einen Mittelwert, so dass am Ende sich in der Tabelle die Teilnehmenden oftmals nur um Bruchteile eines Punktes unterscheiden. Das Schulnotensystem wäre damit nicht nur intuitiver, sondern würde auch zu mehr Skalenbreite und Differenzierungsmöglichkeit führen.

Das erste glauben wir sofort, das zweite haben wir nachgeprüft. Folgener Absatz kann von nicht-Statistikfreunden getrost ignoriert werden.

Wie viele Größen im alltäglichen (und auch nicht so alltäglichen) Leben ist die Verteilung von OPD-Punkten (zumindest bei großen Datensätzen) in guter Näherung gaußverteilt. Glaubhaft wird das beim Blick auf das weltweit größte OPD-Turnier, die DDM:
Histogramm der durchschnittlichen OPD-Einzelrednerpunkte bei der DDM 2015 in Münster. x-Achse: OPD-Punkte; y-Achse: Häufigkeit, dass eine Punktzahl im Werteintervall der violetten Blöcke lag.
Die numerisch vom Computer bestimmte beste Gauß-Kurve durch obiges Histogramm korrespondiert zu einem Mittelwert von 44,2 ± 0.4 Punkten, was damit die durchschnittliche Einzelredner-Punktzahl eines OPD-Debattierers nach bisheriger „Eichung“ wäre. Die Standardabweichung, die die verwendete Breite des Punktespektrums misst, liegt bei 3,3 ± 0,4.

Die selbe Analyse haben wir für den aktuellen SKC (mit neuer Punktevergabe) und den von 2016 durchgeführt:

Histogramm der Punkte des diesjährigen Streitkultur-Cups. Achsen: siehe oben.

Zum Vergleich der vorjährige Streitkultur-Cup mit alter Punkteskala

Bei der im Vergleich zur DDM kleineren Teilnehmerzahl ist die Verteilung nicht ganz so gut Gaussisch wie oben, eine generelle Tendenz dahin ist aber trotzdem zu erkennen. Der Mittelwert des SKC 2016 lag bei numerisch bestimmten 42.5 ± 0.6 Punkten und hatte eine Standardabweichung von 3,7 ± 0,7.
Damit liegt die Durchschnittspunktzahl leicht unterhalb der DDM.
Nun zu 2017: Mittelwert 45 ± 1, Standardabweichung 7 ± 2. Trotz des recht hohen numerischen Fehlers (Mögliche Erklärung: Noch nicht alle Teilnehmer haben nach identischen Maßstäben gepunktet) ist eine Verbreiterung des genutzten Punktespektrums zu erkennen und auch eine leichte Korrektur der mittleren Punktzahl.
Interessant wäre es, noch mehr größere Turniere nach diesem System zu bewerten, um noch ein besseres Gefühl für die Unterschiede der Bepunktung am Ende zu erhalten.

Doch nun – endlich – zu den DDL(!)-Punkten und Ergebnissen:

DDL-Clubtabelle nach dem Streitkultur-Cup: Noch ist viel Bewegung an der Spitze.

Münster kann die Führung behaupten, Freiburg und Berlin rutschen aus den Top 3. Dafür finden sich dort nun die Rederei aus Heidelberg und der DCJG aus Mainz. Tübingen weiterhin der Club mit den meisten Jurierpunkten. Noch aber ist die Münsteraner Führung nicht groß, wir erwarten noch einen spannenden Wettbewerb um das Treppchen in den kommenden Wochen.

Zum Einzelrednerranking:

Die Einzeltabelle der DDL nach dem SKC: Wir gehen diese Saison von vier gewerteten Turnieren aus.
Mit dem Abschluss des vierten Turnieres der Saison stellt sich für uns die Frage, wieviele Turniere wir für das Einzelrednerranking werten sollen. Nach Regelwerk werden mindestens drei, höchstens ein Drittel der Gesamt-Turnieranzahl gewertet. Wir gehen diese Saison von mindestens 12 Turnieren im Rahmen der DDL aus, so dass wir ab jetzt vier Turniere werten werden. Sollten es doch weniger Turniere werden, reduziert sich die Zahl der Wertungen natürlich wieder auf 3. Somit kann Jakobus seine Spitzenposition  behaupten, Christoph schiebt sich auf den zweiten Platz.
Mit diesem Turnier hat sich auch die Frauenquote in den Top 20 wieder etwas verbessert. Wir hoffen, dass dieser Trend anhalten wird!

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Advent, Advent...

Nach dem Nikolausturnier in Münster fand am letzten Wochenende auch das zweite, thematisch dem Countdown auf Weihnachten (sprich Advent) angepasste, Traditionsturnier statt. Die Adventsdebatten in Jena waren diesmal mit 5 Räumen ein bisschen größer als im letzten Jahr und auch sonst gab es so einiges Neues.

Vor allem die öffentliche Finaljurierung war eine VDCH-weite Neuheit, wobei die Zuschauer sich am Ende nicht ganz einig waren, ob es sich nicht vielleicht bei wichtigen, unter Zeitdruck stattfinden Jurierungen, um eines jener Dinge hält, deren Zustandekommen man lieber nicht so genau kennen möchte.
Auch das Video der Debatte und der Jurierung sind schon online, und selbst wenn es vielleicht für einige beteiligte Teams etwas ernüchternd war, wird es aber bestimmt für zukünftige Juror*innen sehr lehrreich sein, Jurierung und Debatte direkt nebeneinander zu sehen. Für die nächste Innovation in VDCH-Land könnte da vielleicht noch der Vorschlag aus Hamburg sorgen, beim nächsten Mal das Ganze ein bisschen mehr an die Bedürfnisse des Publikums anzupassen.

Nun zu den Punkten:
Obwohl die Münsteraner die weite Strecke nach Jena nicht auf sich nahmen und damit das erste Turnier der Saison verpassten, konnten die Freiburger nur ein bisschen den Abstand verkleinern, jedoch nicht Münster auf Platz 1 überholen. Größter Gewinner des Turniers ist auf jeden Fall die Heidelberger Rederei. Mit dem Turniersieg (Herzlichen Glückwunsch!) konnten Jakobus und Anna nicht nur nach ganz oben aufschließen, sondern auch den größten Sprung in den Top Ten machen. Insgesamt fällt ab Platz 6 das Feld langsam ab und Frankfurt auf Platz 7 hat schon nur halb so viele Punkte wie die Münsteraner auf Platz 1. Insgesamt konnte Göttingen den größten Sprung machen. Der Vorjahresgewinner ist mit nur einem kümmerlichen Punkt in das Turnier gestartet und konnte von Platz 18 auf Platz 12 klettern. Die Tübinger sind im zweiten Jahr in Folge nach dem 3. Turnier auf Platz 4, aber letztes Jahr reichten 20 Punkte aus um die Platzierung noch bis nach das 4. Turnier zu halten (damals reichte ihnen ein Turniersieg im ersten Turnier). Heute würden 20 Punkte gerade noch für Platz 8 reichen. Glückwunsch an Tübingen für die weiterhin spitzenmäßige Jurierleistung. Mit 3 JP konnten sie nicht nur zusammen mit St. Gallen das Turnier toppen, sondern bleiben auch weiterhin führend in der Gesamtjurierzählung.

Ohne Jurierpunkte sähe die Tabelle schon anders aus: Berlin und Freiburg wären auf dem selben Platz und Tübingen wäre weit hinter die Rederei zurückgeworfen

Auch bei den Einzelredner*innen gab es Verschiebungen. Mit einem "Top of the Tab" schnappte Jakobus Jaspersen, Julian Vaterrodt den ersten Platz weg. Den größten Sprung innerhalb der Top 10 machte Jannis Limperg, der sich von Platz 9 auf Platz 4 schob. Den höchsten Einstieg schaffte Nikos Bosse, der sich mit einem zweiten Platz im Tab direkt in die Top 10 brachte. Die größten Sprünge insgesamt machten Sabine Wilke und Anna Markus mit 18, respektive 20 Plätzen. Damit hat sich die Frauenquote in den Top 20 zwar nicht wirklich verbessert (was vielleicht auch daran liegt, dass gleich 3 Frauen auf Platz 21 lauern), die Quote in den Top 10 aber schon gleich mal verdoppelt.

Jakobus Jaspersen auf Platz 1 als einer von 3 Rednern, die es auf alle Turniere bisher geschafft haben

Dienstag, 13. Dezember 2016

Nikolaus, du guter Mann, schau dir diese Punkte an!


Alle Jahre wieder kommt das Nikolausturnier aus Münster. Inzwischen schon eine feste Institution im VDCH-Land erreichte es mit 10(!) Debattenräumen auch dieses Jahr wieder die Ausmaße einer ZEIT DEBATTE – und das ganz ohne die entsprechende finanzielle Förderung. Unseren Respekt, liebe Münsteraner!

Beim Nikolausturnier handelt es sich um ein so genanntes „Pro-Am“-Turnier (begrifflich etwas unscharf dem, warum auch immer, Golfsport entlehnt), in dem jedes teilnehmendes Team aus einem erfahrenen Debattierer („Professional“) und einem Einsteiger („Amateur“) bestehen soll. Dabei zählt als Einsteiger, wer nicht länger als 10 Monate debattiert, an höchstens zwei nicht explizit als Einsteigerturnier ausgewiesenen Turnieren teilgenommen und kein solches gewonnen hat.

Dadurch stellt das eintägige Nikolausturnier auch wiederum alle Jahre eine #Vogelschau für die Talente der aktuellen und kommenden Saison dar. Aber dazu mehr später.

Sinterklaas aka Nikolaus zieht ein bei der DDL.


Uns kam ausschließlich positives Feedback zum Turnier zu Ohren, so dass wir sicher sein können, dass alle Teilnehmer „froh und munter“ waren, trotz des harten Kampfes um die 4 direkten Sprungplätze ins Finale. Gelobt wurde insbesondere die organisatorische Freude am Detail, ausgedrückt durch Kakao, Glühwein und Schokonikoläuse für alle Teilnehmenden, des Weiteren die Vielzahl an ökologisch-dynamischen Smoothies.

Werfen wir nun einen Blick auf die Ergebnisse:

Die DDL-Clubwertung nach dem Nikolausturnier: Wie am Saisonanfang zu erwarten, gibt es noch starke Fluktuationen an allen Positionen innerhalb der Tabelle













Der Debattierclub aus Münster nutzt den kurzen Anreiseweg (6 gestartete Teams!) und erringt als Turniersieger das höchste Einzelturnierergebnis der bisherigen Saison. Tatsächlich formal sogar das höchste jemals in der DDL vorgekommene, weil die Erweiterung des DDL-Regelwerks um Jurierpunkte zu Beginn der Saison Ergebnisse über 20 Punkte ermöglicht hat. In diesem Zusammenhang ist die Streitkultur aus Tübingen wieder einmal lobend zu erwähnen: Mit zwei geschickten Juroren, die beide weitersprangen, erhält sie vier Jurierpunkte.
Münster übernimmt auch die Führung in der Tabelle, mit etwas Abstand auf den erfreulich vitalen Debattierclub aus Freiburg, der jetzt schon mehr Punkte verbucht als nach der ganzen letzten Saison. Da, wer BP sagt, auch BDU sagen muss, sichern sich die Berliner mit einem großen Sprung vorwärts den Gleichstand auf dem 2./3. Platz mit dem Club aus dem Breisgau.

Die zweite Einzelrednertabelle der Saison: Viel Bewegung an der Spitze und viele neue Namen


Auch die Einzelrednertabelle ist zu Beginn der Saison noch sehr dynamisch: Neuer Tabellenführer ist Julian Vaterrodt. Die Frauenquote in den Top 25 ist noch immer erfreulich groß, allerdings wiederum geringer in den unmittelbaren Top 10. Da geht doch noch was! Den größten Sprung macht Marion Seiche aus Frankfurt: Aus dem Stand mit Maximalpunktzahl auf den vierten Platz.
Weiterhin finden sich einige Namen in der Tabelle, die in der letzten Saison dort noch nicht vertreten waren, was den Nachwuchscharakter des Nikolausturnieres wiederspiegelt.
Wir sind gespannt, wie sich das nach den Adventsdebatten aus Jena weiterentwickeln wird.

Donnerstag, 10. November 2016

DDL-Start in Freiburg

„Saisonbeginn“ ist nicht nur der Titel einer lesenswerten Kurzgeschichte, sondern auch die Rolle, die der Freiburger Schwarzwaldcup in diesem neuen DDL-Jahr ausfüllen durfte.
Starteten die Saisons in den letzten Jahren gelegentlich bereits im Spätsommer, begann sie dieses Jahr bei einsetzend winterlichen Temperaturen mit dem Turnierevergreen aus dem tiefen Süden. Eifrig wie schon in den letzten Jahren bot der Freiburger Debattierclub mehrere Runden BPS-Debatten, schwäbische cuisine à la Spätzle, Glühwein gegen Kälte und Ideenlosigkeit und schließlich eine Mottoparty. Das ganze innerhalb des malerischen Freiburgs: Viel mehr geht nicht bei Service und Ambiente!

Münster vorne in Freiburg
(CC-by-sa 3.0/de, Urh: BrianKohn)
Mit 20 teilnehmenden Teams fand der Schwarzwaldcup dieses Jahr im größten bisherigen Umfang statt, was natürlich auch schon für das nächste Jahr vorsichtig hoffen lässt.
Auffälliges bei den Themen des Turniers? Scheinbar ein leichter Schwerpunkt auf aktuelleren Fragestellungen. Damals, in der vor-Trump-Zeit, als die Welt noch einfach zu erklären war…

Erfreut stellen wir fest, dass der Turniersieg hart umkämpft war, mit vielen Teams und Gesichtern die bereits im letzten Jahrgang obere Tabellenplätze belegen konnten. Darf man darin bereits die Vorboten eines in diesem Jahr ebenso hart umkämpften Saisonsieges sehen? Im Gegensatz zur Göttinger Übermacht des Vorjahres? Wir hoffen darauf und bleiben gespannt.
Weiterhin auffällig ist die größere Zahl an gemischten Teams, gerade auf den Breakpositionen. Vielleicht stellte die geografische Lage Freiburgs manche Clubs einfach vor ein Mobilisierungsproblem.

Aus Sicht der DDL bleibt in dieser Saison vieles beim alten, wenn auch mit kleinen Neuerungen. Auf der VDCH-Mitgliederversammlung im September beschlossen die Debattierclubs die Einführung einer neuen Regelung, die Bepunktung für die antretenden Jurorinnen und Juroren auf einem Turnier vorsieht. Jurierpunkte (JP) werden in drei verschiedenen Fällen an Clubs vergeben:
  1. Ein Club erfüllt die vom Turnier vorgesehene Regelung für Jurierplätze, in Freiburg die sogenannte „Clubregel“, also ein*e Juror*in pro Club der ein Team schickt.
    Dafür erhält der Club einmalig 1 JP.
  2. Ein Club übererfüllt diese Regelung noch und erhält dafür einen weiteren JP.
  3. Alle Jurorinnen und Juroren, die bei einem Turnier breaken, produzieren für ihren Club jeweils 1 JP.
Die Punkte werden dann mit den altbekannten Teampunkten verrechnet, was zur ersten Clubtabelle der Saison führt. Konkret kompensiert Freiburg das leicht schlechtere Abschneiden im Tab im Vergleich zu Mainz durch mehr breakende Juror*innen und dadurch mehr Punkte. Im Resultat teilen sich damit beiden Clubs den ersten Platz.
Gewonnen hat allerdings das gemischte Doppel aus Philipp Schmidtke und Julian Vaterroth aus Münster und Iserlohn. Herzlichen Glückwunsch!
In einem solchen Fall wird die Gesamtpunktzahl zwischen den beiden Clubs paritätisch aufgeteilt.

Die erste Clubtabelle von 16/17: Freiburg greift 4 Jurierpunkte ab und liegt somit auf dem geteilten ersten Platz
Die Einzelredner*innentabelle ist natürlich so früh in der Saison noch recht langweilig. Wir gratulieren aber natürlich trotzdem allen Redner*innen die in Freiburg Punkte geholt haben. Auch wenn wir auf den oberen Plätzen viele alte Namen wiedererkennen, freuen wir uns doch auch über ein paar neue Gesichter in unserer Tabelle. Erfreulich ist auch die höhere Zahl von weiblichen Rednerinnen.



Sonntag, 14. August 2016

Das war...die Saison



Und schon ist es wieder vorbei. Von Oktober bis Juli sind Menschen aus ganz Deutschland (und Umgebung) nach ganz Deutschland (und Umgebung) gefahren, um Punkte für ihre Clubs  und ihren Platz in der Rednertabelle zu sammeln. Nicht ganz so viele Turniere wie letztes Jahr, dafür mit einer runden Zahl zum Ende: 10 an der Zahl waren es und sie waren über ganz Deutschland verteilt. Gewonnen hat am Ende Göttingen. Keine Überraschung, das zeichnete sich ja schon sehr früh ab.




  Seit dem vierten Turnier befanden sie sich kontinuierlich und kaum gestört an der Spitze der DDL. Mainz hüpfte kurz näher an sie heran, aber den komfortablen Abstand von mindestens 15 Punkten konnte auch der DCJG nicht mehr aufholen. Am Ende waren es sogar 35 Punkte, die die Göttinger sich ergattern konnten. Ansonsten sehen die Kurven der Clubs wie ein modernes Gemälde aus: verschlungene bunte Pinselstriche, denen kaum einer eine Aussage abgewinnen kann. Wir können! Denn so viel bunt auf einem Haufen zeigt doch nur, dass die Clubs der DDL sich einen harten Wettkampf liefern und auf einem ähnlichen Niveau sind. Abgesehen vom Bayern München der diesjährigen Saison kann man da von einem richtigen Battle um das Protest sprechen.




Das zeigt sich auch in der Menge der teilgenommenen Teams und Clubs. Letztes Jahr waren es 44 Clubs und 646 Teams (Achtung! Mixed-Teams werden doppelt bis dreifach gezählt!). Allerdings, das soll hier nochmal gesagt sein, hatten wir da auch vier Turniere mehr in der Wertung. Dieses Jahr fehlten uns schmerzlich der Bodden-Cup und das Meer. Einige DDL-Koordinatoren trauern diesem Urlaubswochenende ganz besonders hinterher. Aber zurück zum DDL-Land. Das ist trotz weniger Turniere sogar noch gewachsen: ein Club mehr (das Internat Schloss Hansenberg) erhöht die Anzahl der DDL-Clubs auf 45. Dafür hat sich die Teamzahl auf 498 reduziert. Tja, ganz lässt sich die Verschlankung des Turnierkalenders eben doch nicht wegreden. Hoffen wir, dass es nächstes Jahr wieder mehr fleißige Turnierbienchen geben wird.

Soooo viele Punkte!


Kommen wir damit zum Dauerbrennerthema diesen Jahres: den Frauen. Mann, wo seid ihr bloß alle? Aber bevor wir schon wieder meckern, erstmal ein großes Lob an Frankfurt: 50% ihrer Teilnehmer waren weiblich! Gut, es waren auch nur zwei. Applaudieren wir also den Mainzern mit einer 40%-Quote bei 20 verschiedenen Teilnehmern. Was nach vielen Startern klingt, wird jedoch noch von Münster (25) und der BDU (29) getopped. Letztere profitierten vor allem von dem Potsdamer Turnier vor ihrer Haustür. Wir wollen hier kein public shaming betreiben, deswegen verzichten wir auf den imaginären Tortenwurf auf alle Clubs, die gar keine Frauen geschickt haben. Noch gibt es ja niemanden, der dafür gute Gründe nennen konnte. Begeben wir uns deswegen mal auf Motivationssuche bei denen, die das ja wissen müssen: den Frauen in der DDL-Tabelle. In den Top20 finden wir nur eine Einzige und die war in ihrer Funktion als DDL-Koordinatorin eben viel unterwegs. Fangen wir grob an: insgesamt haben wir 97 Frauen unter den 362 Rednern. Das macht einen Schnitt von 26,9%. Auch wenn wir uns die einzelnen Turniere anschauen, kommt dieser Trend hin. In Heidelberg hatten wir glatte 30%, in Mainz dagegen nur 13% Frauenanteil. Ähnlich niedrig war der Wert in Freiburg, obwohl das Turnier eher mit einer Frauenorga assoziiert wird (O-Ton Alt-Koordinator). Wenn es nun nicht die Assoziierungen sind, vielleicht sind Frauen dann einfach ein wenig fauler? Aber auch nach Erreichbarkeit aufgeschlüsselt, lässt sich kein sinnvolles Bild ableiten. Wir haben uns vieles angeschaut: Erreichbarkeit, Feature und Etabliertheit, aber noch sind wir der Sache nicht auf die Spur gekommen.
Aber zurück zu unserem Jahr. Insgesamt…nun, sind wir alle sehr weit gefahren. Die weiteste Strecke aber haben wohl die Hamburger zurückgelegt, die aus dem hohen Norden bis nach Heidelberg gekommen sind. Fleißig waren sie zwar auch, aber Göttingen, Mainz, Münster und die Rederei sind das letzte Jahr noch ein bisschen mehr gereist. Die Top-Quote hat keiner, aber diese vier haben nur ein Turnier ausgelassen. Auch die Goldene Socke geht an einen Menschen aus diesen Clubs: Jakobus Jaspersen aus der Rederei ist dieses Jahr auf schlappe neun Turniere gefahren und hat sich damit die Goldene Socke wohlverdient. Als effizientesten Redner können wir wohl Nicolas Eberle krönen, der mit nur zwei Turnieren die Top10 erreichen konnte.
Wenn wir schon mal bei den Rednern sind: was gibt es denn da noch Schönes zu sagen? Vor allem, dass wir viele sind. Und wir sind überall verteilt. In den Top10-Rednern finden sich sieben unterschiedliche Clubs, in den Top20 sogar schon elf. Die Übermacht der Tübinger und Mainzer (und der zwei tapfer überlebenden Redereiler) aus dem letzten Jahr ist somit durchbrochen. Die Punkte wurden ebenso bunter verteilt. Nur Christoph konnte zweimal die 30 Punkte holen; ansonsten konnten sich 7 weitere Redner über einen Top-of-the-Tab-Platz freuen und so die DDL am Ende noch ein bisschen spannender machen.
Zuletzt noch etwas in eigener (sabrinischer) Sache. Ich hatte zwei schöne Jahre in der DDL. Ich finde, sie hat sich sehr gut entwickelt. Zwar gab es in diesem Jahr weniger Turniere, aber die waren gut besucht und in der nächsten Saison sind schon die ersten Slots vergeben. Außerdem wurde es wieder ein bisschen lebhafter (mir wurde geflüstert, dass die DDL nach heftig umkämpften Jahren ein wenig eingeschlafen sei). Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen sich Gedanken um die Zukunft der DDL machen und sich über Anträge oder Mails einbringen wollen. Ein bisschen tut es schon weh, die DDL jetzt in die Obhut anderer zu übergeben. Es war eine sehr schöne Zeit, in der ich viele Leute und vor allem viele Excel-Befehle kennen gelernt habe ;) Was das angeht, konnte ich definitiv nicht in Philipps Fußstapfen treten, aber ich hoffe, dass ich alles zu seiner und eurer Zufriedenheit gemanaged habe. Darum ging es ja schließlich: eine Liga für uns alle zu schaffen.
Den neuen Koordinatoren wünsche ich genauso viel Spaß und hoffe, dass sie mit der gleichen Begeisterung an die Sache herangehen können.
Tschüss, liebe Saison!

Donnerstag, 28. Juli 2016

Eieiei, was flog denn da durch Heidelberg? (von Philipp Schmidtke)


Die Saison ist vorbEI und wir verabschieden uns mal wieder von EInem HEIdelberger Finale. Diesmal sogar ZwEImal HEIdelbäm und DDL. HEIdelberg, nicht GrEIfswald? Warum mag der „Ich guck nur die PrEIsverlEIhung“ Leser raunen. Dieses Jahr fehlt lEIder das 12 Turnier. Dafür haben wir alle kEIne Mückensticke und bekamen Melonenschnaps. Letzteres in Verbindung mit EInem EIntagesturnier und EInem Barkeller ist das Spezialrezept der RederEI HEIdelberg für ganz großen Spaß. Manche Partytiere behaupten sogar sie hätten die ganze Nacht hindurch Doppelkopf gespielt und am nächsten Tag noch Kirchenflohmärkte, Hippstercafes und fragwürdige Werbetafeln erwandert. Ein Rezept für künftige Tabellenführer.

Wie schon die Tierfreunde von Debatte und Tier sagten: Lieber EInen Freund verloren als EIne Pointe gespoilert.


Die Themen des HEIdelbäms (Von Sabrina E. Jannis L. und Christian S) schienen in ihrer Seriosität noch von der DDM übrig geblieben zu sEIn (Obwohl diese ja in OPD und das HEIdelbäm in….ach nicht?) Wir lernten auf die harte Tour, dass brutale Analyse wohl auch in OPD nötig ist. Aber sonst wäre Jannis L. ja auch nicht EInes der persöhnlichen OPD-Vorbilder. Obwohl der von ihm als Präsident des Finales angekündigte Doppelabzug wohl nicht vergeben wurde.(Shame!) Während Final-Präsidierung und CA sEIn eher für EInen entspannten Turnierverlauf sprechen, ist wohl von der Kombination CA, Cheforganisatorin und Taxi für Crashgäste abzuraten. Ausser man ist wie Sabrina E. auch noch DDL-Koordinatorin und schEInt deswegen oder sogar trotzdem unendliche Kräfte zu besitzen.

Mit der DDM UND dem DDL Finale hat sich HEIdelberg vor Tübingen oder Berlin zur Hauptstadt VDCH-Lands gemacht. Nächstes Jahr dann DDM bEI der RederEI und Saisonabschluss bEIm DC? Dann kommen viellEIcht auch wieder mehr Berliner als nur das EIne Münsteraner U-Boot mit BDU Periskop.

Hier endet nun (endlich) der REIsebericht und die harten Fakten und nicht hartgekochten FlugEIer des DDL Finales serviert euch die Multitaskerin herself. 

Illustration der Eleganz des Passes von Autor PKS an SE

Nun, dass die Göttinger gewonnen haben - das war ja schon vor dem Turnier klar. Ein Hipp Hipp Hurra an dieser Stelle nochmal! Man kann es ja gar nicht genug feiern. Obwohl es für sie keinen Druck mehr gab, haben sie noch 8 Punkte aus dem geteilten Finaleinzug mit Frankfurt heimgebracht. Insgesamt waren sie sogar in drei Teams vertreten. Allgemein kann man das HeidelBÄM mit gutem Gewissen als das Turnier der Mixed-Teams bezeichnen. Von den angetrenen 18 Teams kamen insgesamt sieben aus mindestens zwei Clubs. Einige waren gar aus drei verschiedenen Städten angereist. So kommen wir in der Tabelle auf ganze 24 Teams,  obwohl natürlich nur 18 starten konnten. Die meisten Punkte konnte sich Mainz mit dem ersten Platz holen und - tadaa - sie springen damit auf den letzten Metern noch an Münster und Tübingen vorbei. Die beiden konnten in Heidelberg nur fünf Punkte für sich verbuchen und müssen so grummelnd die Silbermedaille wieder abgeben. Aufgrund der Mixed-Team-Zahl konnten nur wenige Clubs viele Punkte für sich verbuchen. Die Rederei hat es (durch ihren Job als Ausrichter) leider ganz verpasst, teilzunehmen. Andernfalls wären sie der einzige Club der Saison, der auf jedem Turnier mindestens ein Team stellte. Steter Tropfen hölt den Stein und sie erreichen damit einen guten 8. Platz in dieser Saison.
So viel zu den Neuerungen nach dem HeidelBÄM. Genaue Statistiken liefert der Saisonrückblick Anfang August.


Exakt bei 100 Punkten gelandet: Göttingen hat vieles richtig gemacht!


Und die Redner? Da war es vor dem Turnier ja noch sehr spannend und die Top10 wurden tatsächlich kräftig durchgerüttelt. Christoph Saß kann neben zahlreichen anderen Siegen nun auch die goldene DDL-Medaille für  sich verbuchen. Dahinter muss Lennart Lokstein sich nun doch mit Silber begnügen, nachdem er lange die Spitzenposition innehatte. Robert hüpfte ganze drei Pllältze nach vorne und schubste alle anderen Rivalen vom Podest. Willkommen in den Top-3-Rednern, Göttingen!  Immerhin ein weiterer Mensch aus der Mitte Deutschlands findet sich ebenfalls in den Top10. Wieder können wir einige neue Redner in den Top20 begrüßen, darunter den Top-of-the-Tab Daniil Pakhomenko. Bisher in der Saison nur auf einem Turnier gesehen, kann er sich 30 Punkte aus Heidelberg sichern.
Aus Sicht des Clubs sind die Top10 dieses Jahr bunt durchmischt. Machten letzte Saison noch 4 Clubs die Plätze unter sich aus, sind es dieses Mal gleich 6. Iserlohn zeigt sich mit immerhin einem Redner in der Tabelle, auch Hamburg und die BDU sind ein wenig einsam auf den vorderen Plätzen. Zahlreicher finden wir Mainz, Tübingen und Münster. Die letztjährig vertretenen Redereiler müssen sich dieses Jahr geschlagen geben.

Jakobus Jaspersen war dieses Jahr auf jedem Turnier als Redner vertreten - außer auf dem selbst Ausgerichteten.