Die Deutschsprachige Debattierliga (DDL) ist der Zusammenschluss dezentral organisierter Debattierturniere im deutschsprachigen Raum zu einem gemeinsamen ganzjährigen Wettbewerb. Gewertet werden die Leistungen von Clubs, Rednern und Juroren.
Das Regelwerk der DDL findet sich hier, Kontaktaufnahme mit den Koordinatoren Leonardo Martinez und Sibylla Jenner ist jederzeit per E-Mail möglich.

Freitag, 18. Mai 2018

Ich habe am Wochenende in einem Barockschloss über Nashornhorn diskutiert. Und du so?

Weiter geht es mit der DDL-Marathon vor der DDM. Jetzt geht es um die zweite Auflage der Mannheimer Schlossdebatten!

„What ain‘t broken, don‘t fix it“ und „Was der Hit war, kannst du doch mal wiederholen“ (oder so in etwa). Unter dem Motto richtete die Mannheim Debating Union zum zweiten Mal ihre Schlossdebatten aus, dieses Mal mit Samuel, Samuel und Gweke in der Chefjury. Euer Coordinador sprang kurzfristig als Tabmaster ein und sammelte einige Eindrücke des vermutlich entspanntesten Turniers der Saison.

Sehen wir nicht entspannt aus?

Mannheim, diese Stadt mit den komischen Adressen und Seminarräumen in Barocksälen! Der örtliche Debattierclub hat ein einfaches, aber geniales Konzept: Nur drei Vorrunden am Samstag, viiiel Pizza, chillen auf der Wiese, Katerfrühstück am Sonntag und dann Finale. Davon konnten auch dieses Jahr die Teilnehmer nicht genug haben!
Als erstes stellte sich die Frage, ob feministische Bewegungen im Westen eher die Armut von Frauen in Entwicklungsländern bekämpfen sollte. Anschließend ging es darum, ob wir uns für die Gründung eines kurdischen Staates einsetzen sollten. Euer lieber Coordinator, wie jeder gute Klischee-Debattant, abonniert zum Glück The Economist und konnte durchaus mit dem Thema etwas anfangen. Doch der Knaller kam mit der dritten Vorrunde, in der über Nashornhorn aus Nashornfarmen debattiert wurde. Dieses Thema erwischte viele Teams kalt, ermöglichte jedoch viele unterhaltsame Debatten. Das Wort „Nashornhorn“ hörten wir so oft, bis es seine Bedeutung verlor.




Der Tag verlief so entspannt, dass trotz zweierlei Probleme mit dem Tabprogramm, der Tag rechtzeitig abgeschlossen werden konnte. Dass ein prominenter Redner mit falschem Namen im Tab aufgeführt wurde, ist ein böses Gerücht um meinen guten Tabmasternamen zu beschmutzen!

Auf der Wiese mit Bier, Grill und Sonne standen und lagen die Teilnehmer glücklich und ließen sich den Break vorlesen (Eigentlich sind Debattierer recht einfach zu beglücken!). Wer noch wollte, ging abends in den Mannheimer Jungbusch und erschien am nächsten Morgen zum Katerfrühstück. Das Finalthema sorgte dafür, dass alle wach wurden und brachte dem Oppositionsteam aus Göttingen den Sieg. Alles in allem ein Turnier, das keineswegs enttäuschte und Hoffnungen auf eine dritte Auflage machte.



Von dem Turnier profitierten am stärksten die beiden Heidelberger Clubs, die ihren Abstand zur Spitze reduzieren konnten. Die Rederei, die im Finale war, überholt sogar die Mainzer, muss sich aber immer noch anstrengen um den DC Heidelberg zu überholen. Göttingen lässt sich wieder blicken und springt einige Plätze nach vorne; der Sieg kann nicht geschadet haben :) Die drei Clubs an der Spitze waren dieses Wochenende mit ihrer Platzierung ganz zufrieden und beschlossen, dabei zu bleiben.



Johannes Meiborg bleibt zwar auf dem zweiten Platz, aber durch sein Top of the Tab wird er für Lennart Lokstein gefährlich. Nach vorne gerückt ist  Viet Nguyen Hoang und neu in der Tabelle sind Anton Leicht und Tim Reitze (oder war das René?)
Wie es weiter geht erfahrt ihr gleich. Spoiler: Viele Berliner!
(Der Bericht geht online, sobald die Elektronik sich kooperativer zeigt!)

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