Die Deutschsprachige Debattierliga (DDL) ist der Zusammenschluss dezentral organisierter Debattierturniere im deutschsprachigen Raum zu einem gemeinsamen ganzjährigen Wettbewerb. Gewertet werden die Leistungen von Clubs, Rednern und Juroren.
Das Regelwerk der DDL findet sich hier, Kontaktaufnahme mit den Koordinatoren Leonardo Martinez und Sibylla Jenner ist jederzeit per E-Mail möglich.

Montag, 12. Mai 2014

Wir waren im deutschen Albuquerque, hatten aber Spaß ohne blaues Zeug

Liebe Leser an den Empfangsgeräten,

denkt man an Bayreuth fällt einem kulturbeflissenem  „Wagner“ ein, ein Historiker sagt Braune Idieologiebühne, ein Debattierhistoriker (DDGler genannt) denkt an einen Professor und Debattierer denken: „Cooler Klub, schönes Turnier, wechselhaftes Wetter, Motions zum Sterben“. Und mit diesen einleitenden Worten freuen wir uns, dass Bayreuth sich wieder unter die Ausrichter wagt. Hier also mit Umschweifen die Ergebnisse des Bayern Cups und einen Glückwunsch an den besten (von zwei) bajuwaren Clubs nach München. Wir freuen uns auf ein Turnier bei euch.

Da ist was anders als zuletzt. Wer findet die Änderung? Der Trend verrät es!

Was fällt dem routinierten Blogleser oder dem verirrten Leser der ordentlichen Presse auf? Tübingen steht nicht mehr auf Platz 1! Wie kommt denn das, wo kommen denn diese „Marburger“ her? Aus dem Windschatten sagen wir. Bis Freiburg waren beide Clubs nahezu gleichauf und verfolgten gemeinsam Mainz. Doch in Berlin zeigten Marburg und Mainz Schwäche und wurden folglich abgehängt. Doch diesmal nutze Marburg die Kräfteaufteilung qua Doppelbelastung durch ein zweites Turnier der Konkurrenz aus und nahm sich 20 Punkte, wo bei anderen die Motoren versagten. Auf dem vierten Platz läuft sich die BDU als stärkster Club der letzten drei Turniere für den Endspurt warm.

Mit dem Mainzer Patzer gibt es jetzt auch nur noch einen „Dauerpunkter“: Münster.  Der mit einem durchschnittlichen 7. Platz pro Turnier und 0,7 Punkten pro angetretenem Redner ineffizienteste Club der Top 10 kriecht als das fleißige Eichhörnchen an den Bonnern vorbei. Gleichauf mit Bonn ist Dresden. Neu unter den bepunkteten Clubs begrüßen wir Bielefeld, die durch ein Mixed-Team mit Aachen 4 Pünktchen bekamen und Jena, die durch den vierten Platz satte 12 Punkte einsammelten. Dafür braucht Münster im Schnitt 2 ½ Turniere. Platz 3 und jeweils 7 Punkte geht an das zweite Aachener Mixed-Team zusammen mit Göttingen.

Die OtTotT werden verdrängt. Noch 3 Redner fehlen und ihre Erfolge verschwinden aus der Tabelle

In der Rednertablle hat sich laut Trend nicht sehr viel verändert. Große Sprünge machten nur die Teams Aachen/Göttingen und Marburg. Vera Bartsch hechtet beachtliche 39(!) Plätze nach vorne, volle 40 wären es gewesen, wenn Philipp Schmidtke sich nicht mit einem Punkt mehr vor sie gesetzt hätte. Veras Teampartnerin Franziska Frese ist die dritte neue in den Top 20 und könnte mit dem nächsten Turnier in die Top 10 vordringen. Vorgemacht hat das Ruben Brandhofer, welcher punktgleich mit seinem Teampartner Tobias Kube die besten Einzelrednerpunkte einfuhr. Somit sitzen in den Top 4 zwei Marburger und zwei Tübinger. Jeder der Top 6 kann rechnerisch mit dem nächsten Turniersieg die Poleposition einnehmen. Doch der immer noch führende Konrad Gütschow kann sich bei einem zweiten Platz das Gelbe Trikot teilen oder es gegen Platz 4 und tiefer sogar verteidigen.

Kann Tübingen zurückkommen? Wird Münster wieder punkten? Wird Konrad G. die Spitze verteidigen? Kann Tobi K. in Marburg genauso gut antreten und ausrichten wie Konrad? Und wann wissen wir endlich wie viele Turniere noch kommen? Antworten hierauf gibt es nächste Woche. Hoffen wir zumindest.

pks/mc

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